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Märkische Allgemeine - Deutschland | Donnerstag, 10. Dezember 2015

NSU-Mordserie nicht nur im Gericht aufklären

Die mutmaßliche Rechts-Terroristin Beate Zschäpe hat am Mittwoch vor Gericht jede Mittäterschaft an der NSU-Mordserie von sich gewiesen. Ihre Aussage ist unglaubwürdig, aber sie offenbart zugleich, dass die Erwartungen an den Prozess zu hoch sind, meint die Regionalzeitung Märkische Allgemeine: "In Saal 101 des Oberlandesgerichts München tagt weder eine Ermittler- noch eine Historikerrunde. Und schon gar keine Wahrheitskommission. Hier findet ein Gerichtsverfahren statt. Der Vorsitzende Richter gibt sich alle Mühe, Details zur Verbrechensserie ans Licht zu bringen. Aber das Gericht ist nicht der richtige Ort zur umfänglichen Aufklärung des Falls NSU. ... Daher ist es gut, dass der Bundestag jetzt einen neuen, einen zweiten NSU-Untersuchungsausschuss eingesetzt hat. ... Mag sein, dass sich die strafrechtliche Befassung mit den Verbrechen des NSU allmählich dem Ende neigt. Die politische Aufarbeitung des NSU-Komplexes ist noch lange nicht abgeschlossen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 11. Dezember 2015

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