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Tages-Anzeiger - Schweiz | Mittwoch, 20. Januar 2016

Renzis Unflätigkeit ist taktisches Manöver

Der Ton zwischen Matteo Renzi und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Streit um die Defizitgrenzen wird immer rauer. So warf der italienische Premier der EU vor, Italien fernsteuern zu wollen. Hinter der lautstarken Kritik steckt vor allem Taktik, glaubt der linksliberale Tages-Anzeiger: "So kracht und rauft man sich in Europa. Normalerweise geht das recht gesittet, vor allem unter den grossen Ländern. Matteo Renzi verspricht sich aber offenbar mehr davon, wenn er den Streit mit Brüssel (und eben auch mit Berlin) diesmal laut bis vorlaut führt. Zumal jetzt, da Deutschland vor allem mit sich selbst beschäftigt ist. Das Crescendo ist eine Wette, die er eigentlich gar nicht verlieren kann, so sehr man ihn dafür in Italien auch kritisiert. In Brüssel (und in Berlin) kann niemand ernsthaft daran interessiert sein, dass der Reformer aus Italien und einzig überzeugte Europäer unter den politischen Leadern aus seinem Land scheitert. Auch wenn er sich zuweilen im Ton vergreift."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 20. Januar 2016

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