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hvg - Ungarn | Mittwoch, 13. Januar 2016

Golden Globe-Gewinn erregt dumme Ungarn

Der Film Sauls Sohn von Regisseur László Nemes hat als erster ungarischer Streifen am Montag den Golden Globe gewonnen. In Ungarn gab es jedoch Kritik daran, dass ausgerechnet ein Film mit dem Thema Holocaust gewann. Kommentator Árpád W. Tóta erregt sich in der linksliberalen Wochenzeitung hvg über die Dummheit seiner Mitbürger: "Der Film richtet sich ja im Grunde gegen euch. Denn was sonst ist die Lehre aus der Geschichte der vergangen 70 Jahre? Dass ein Land Menschen verschmäht, ausgerottet und vertrieben hat, die Ungarn hätten sein können, wenn man sie gelassen hätte. Der Film richtet sich gegen diejenigen, die noch immer glauben, dass dieser Weg [die ethnische Homogenität Ungarns] zu Erfolg und nationaler Größe führt. ... Mit dieser sturen und beschränkten Dummheit garantiert ihr, liebe Ungarn, dass ihr auch noch in tausend Jahren in Frustration verharren werdet. Aber nein, bis dahin werdet ihr schon ausgestorben sein."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 14. Januar 2016

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