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La Repubblica - Italien | Dienstag, 12. Januar 2016

Für Massimo L. Salvadori sabotiert Großbritannien die EU seit Beginn

Die EU ist gescheitert und ein Mitgliedsstaat trägt ganz besondere Verantwortung dafür, meint der Politikwissenschaftler Massimo L. Salvadori in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Ich glaube, es ist nicht falsch, den Beitritt Großbritanniens 1975 in die damalige Europäische Wirtschaftsgemeinschaft als strategischen Fehler zu bezeichnen, für den wir immer noch büßen. Die britische Politik ist seither konstant von dem Gedanken inspiriert, jeden Versuch zu boykottieren, eine einheitliche politische Regierung des Kontinents zu bilden. Die EU ist zwar gewachsen, doch mangelt es an einer Kerngruppe, die stark genug wäre, der Gemeinschaft den Geist des Föderalismus zu verleihen. ... Sie hat keine gemeinschaftliche Regierung, keine Verfassung, keine Währung, die für alle gültig ist, keine Zentralbank vom Gewicht der Federal Reserve, keine nationalen Interessen übergeordnete Außenpolitik, keine gemeinschaftliche Verteidigung. Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem die Union einer wahren Neugründung bedarf. Der Anstoß kann nicht nur von den Regierenden kommen. Die Bürger sind aufgerufen zu entscheiden, ob sie wirklich europäische Bürger werden möchten oder ob sie sich in die Bürgerschaft der einzelnen Staaten zurückziehen wollen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 12. Januar 2016

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