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Berlingske - Dänemark | Dienstag, 5. Januar 2016

Museen dürfen Geschichte nicht weißwaschen

Das Rijksmuseum in Amsterdam hat Kunstwerke, in deren Titeln Begriffe wie "Neger", "Zwerg" oder "Indianer" vorkamen, umbenannt. Die liberal-konservative Tageszeitung Berlingske warnt vor Geschichtsklitterung: "Das Problem ist nicht, dass Abstand von Kränkungen als solchen genommen wird. Selbstverständlich nicht. Aber es ist ein Problem, wenn tatsächliche oder präsumtive Kränkungen nicht länger in ihrem historischen Zusammenhang gesehen werden, sondern zu absoluten Aussagen gemacht werden, die aus diesem Grund entschuldigt, unsichtbar gemacht und eliminiert werden sollen. Wenn man damit beginnt, verändert man die Geschichte rückwirkend. Wenn wir hinnehmen, dass auf diese Art und Weise mit Geschichte umgegangen wird, fangen wir an einer Gesellschaft zu gleichen, der wir sonst abgeneigt gegenüberstehen. Die Historie ist dann nicht länger Historie im Guten wie im Schlechten, sondern eine weiß gewaschene. Und das ist wirklich eine schlimme Geschichte."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 6. Januar 2016

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