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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 9. Oktober 2015

Literaturnobelpreis verkommt zum Friedenspreis

Die belarussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch erhält den diesjährigen Literaturnobelpreis. Das literarische Können der Autorin war für die Schwedische Akademie bei der Entscheidung offenbar nicht entscheidend, moniert die linksliberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung: "So eindrucksvoll der vielstimmige Chor der gewöhnlichen Menschen ist, aus dem Swetlana Alexijewitsch die osteuropäische Geschichte der vergangenen hundert Jahre hervorgehen lässt, und so sehr es sich bei diesem Arrangement um eine einzigartige und auch künstlerische Leistung handelt, so unstrittig ist es doch, dass die politische Bedeutung dieses Werkes seine literarische überstrahlt - und sei es darin, dass man in einer Weltgegend, in der Despoten verschiedenster Art einander ablösen, ohne je etwas anderes als Despoten zu sein, die einfachen Leute reden lässt und ihnen zuhört. ... Die Schwedische Akademie [wird bald] entscheiden müssen, was ihr Preis vor allem sein soll: eine Auszeichnung für ein herausragendes literarisches Werk oder ein auf dem Feld der Kultur vergebener Friedenspreis."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 9. Oktober 2015

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