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ETC - Schweden | Freitag, 25. Juli 2014

Johan Ehrenberg über das Davonschmelzen der Nationen

Die Unabhängigkeitsbestrebungen in Schottland, Katalonien und der Ostukraine haben Anlass für eine Debatte darüber gegeben, ob es in Zukunft mehr Nationalstaaten geben wird als bisher. Der Gründer und Herausgeber der linken Tageszeitung ETC, Johan Ehrenberg, sieht die Zeit der Nationen und des Nationalismus hingegen als vorüber an: "Wir leben in Nationen, die durch Globalisierung und Technik immer uninteressanter geworden sind. Dass die lokale Wirtschaft funktioniert, ist für die Einwohner wichtiger als die Verteidigung der ‚schwedischen Währung' durch die Reichsbank. Eine globale Umweltbewegung ist wichtiger für unsere Zukunft als eine Untersuchung der [schwedischen] Energiebehörde. Weil die Nationen schwächer werden, erhält natürlich auch der Nationalismus neuen Nährboden. Aber er hat keine Chance, wenn die Sozialisten auf Föderalismus und Zusammenarbeit setzen. Er ist passé. Es ist längst geschehen, auch wenn wir es noch nicht wahrgenommen haben, was sich unter unseren Füßen bewegt: Die Nationen weichen, schmelzen davon."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 25. Juli 2014

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