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Libération - Frankreich | Freitag, 5. Oktober 2012

Benoît Duteurtre über den Versuch, die Schwulen mit der Homo-Ehe zu assimilieren

Die geplante Einführung der Homo-Ehe in Frankreich wäre eine traurige Gleichschaltung kultureller Unterschiede, bedauert Schriftsteller Benoît Duteurtre in der linksliberalen Tageszeitung Libération: "Heiraten zu wollen, ist das Gegenteil sexueller Befreiung. Es ist das leidenschaftliche Verlangen danach, so zu sein wie alle anderen. Selbst bei einer standesamtlichen Trauung spürt man hinter den Ansprüchen der Ehe doch auch eine religiös inspirierte symbolische Dimension. ... Vielen oder vielleicht sogar den meisten Schwulen ist die Ehe schnurzegal. ... Wenn die Debatte um die Homo-Ehe trotzdem mit so viel Leidenschaft geführt wird, dann vielleicht deshalb, weil die zunehmende Akzeptanz von Homosexualität in unserer Gesellschaft (über die ich mich freue) mit dem Wunsch einhergeht, die Schwulen zu assimilieren, sie aus ihrer komischen Subkultur herauszuholen. Das Theaterstück Ein Käfig voller Narren geht zu Ende, die obsessive Jagd nach sexueller Erfüllung ebenso, die halbperversen Päderasten gehören der Vergangenheit an. Wenn sie erst einmal verheiratet, registriert und ordentlich untergebracht sind, dann sind sie keine störende, gefährliche gesellschaftliche Subgruppe mehr."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 5. Oktober 2012

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