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Contributors - Rumänien | Dienstag, 5. Juni 2012

Demütigung von Roma diskreditiert Rumänen

In der nordrumänischen Stadt Baia Mare hat Bürgermeister Catalin Chereches etwa 1.000 Roma in das stillgelegte Laborgebäude eines Kupferbetriebs zwangsumgesiedelt. Weil dort noch chemische Abfälle lagern, wurden mehrere Kinder vergiftet und vorübergehend ärztlich behandelt. Die Umsiedlung fand bei vielen Bürgern Anklang. Otilia Nutu ist auf dem Blogportal Contributors.ro außer sich: "Ich hätte geglaubt, dass eine solche Geschichte jeden erschüttert. Mit Sicherheit wäre es so gewesen, hätte es sich nicht um 1.000 Roma, sondern um 1.000 Hennen, Straßenhunde, Wildpferde, Rumänen oder was auch immer gehandelt. ... Stattdessen loben bei einer solchen Meldung neun von zehn Kommentatoren den Bürgermeister Chereches, wünschen ihm Erfolg bei der Ausmerzung der 'Zigeunerpest', gratulieren ihm und versichern ihm, sie würden ihn zum Präsidenten wählen, wenn er antreten würde. Für eine lobenswerte Tat - er hat mehrere Kinder vergiftet! Es ist höchste Zeit, dass wir in den Spiegel schauen. ... Sind wir noch menschlich, wenn wir Beifall klatschen für eine Tat, die strafbar sein sollte, wenn wir wirklich in einem Rechtsstaat lebten?"

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 5. Juni 2012

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