Navigation

 
Wichtiger Hinweis:
Sie befinden sich im Archiv von euro|topics. Aktuelle Beiträge aus der europäischen Presseschau finden Sie unter www.eurotopics.net.

Home / Presseschau / Archiv / Presseschau | 07.01.2016

 

TOP-THEMA

Silvester-Übergriffe in Köln: Polizei sucht Täter

Vier Tatverdächtige wurden laut Polizei bisher identifiziert. (© picture-alliance/dpa)

 

Der Polizei in Köln liegen mittlerweile mehr als 100 Anzeigen aus der Silvesternacht vor, in der Frauen nach eigenen Aussagen von Männern mit "nordafrikanischem und arabischem Aussehen" sexuell belästigt und bestohlen wurden. Einige Kommentatoren machen die Bundeskanzlerin mit ihrer liberalen Einwanderungspolitik für die Taten verantwortlich. Andere sehen in der plötzlichen Sorge um die Sicherheit von Frauen einen Deckmantel für Rassismus.

Novinar - Bulgarien

Merkel trägt Schuld an Angriffen

Als Folge einer zu liberalen deutschen Flüchtlingspolitik sieht die Tageszeitung Novinar die sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht: "Keine Frau hat es verdient, zum Jagdopfer von Afrikanern und Arabern zu werden. Aber war es nicht eine Frau, die die Jagdsaison eröffnet hat? Merkel ist zum Symbol der liberalen Naivität geworden. Sie versteht nicht, dass das 'Flüchtlinge-Willkommen'-Lied böse endet. … Nun sei es wichtig, dass wir nicht gegen die Flüchtlinge hetzen, dass wir unsere Worte genau abwägen und dass wir die afrikanischen und arabischen Menschen, die nach einem besseren Leben suchen, nicht beleidigen. Wenn das wirklich so ist, dann sollten wir unseren Frauen Blumen kaufen, vor ihnen auf die Knie fallen und sagen: 'Es tut uns leid, dass ihr in diesen schlimmen Zeiten mit solchen Männern in Europa zusammenleben müsst.' Wenn unsere Frauen aber das Herz auf dem rechten Fleck haben, werden sie uns das niemals verzeihen, solange wir nicht Ordnung schaffen in unseren Ländern." (06.01.2016)

Jyllands-Posten - Dänemark

Gefährliche Männer aus fremden Kulturen

Die Ereignisse der Neujahrsnacht in Köln sind Zeichen einer gescheiterten Integration, meint die liberal-konservative Tageszeitung Jyllands-Posten und zieht Parallelen zu Dänemark: "Man kann nicht wissen, ob die Geschehnisse in Köln einen Vorgeschmack darauf geben, was uns hierzulande erwartet, aber die Befürchtungen sind bedrückend, weil man auch hier viele Jahre lang die Türen für manche Menschen offen gehalten hat, die ziemlich andere Verhaltensweisen haben, als solche, die wir für ordentlich erachten. Auch hier besteht die Befürchtung, dass man versucht hat, die Probleme totzuschweigen. Aber die Situation ist unumkehrbar. Eine Masse frustrierte junger Männer aus fremden und oft Gewalt verherrlichenden Kulturen ist hier. Das ist eine Realität, zu der sich Behörden und Bevölkerung verhalten müssen, und eine ganze Generation verantwortlicher Politiker muss zugestehen, dass sie für die jetzige Situation mit verantwortlich ist." (07.01.2016)

Spiegel Online - Deutschland

Sorge um Frauen nur verdeckter Rassismus

Die nach den Übergriffen vor allem in sozialen Netzwerken laut gewordenen Aufrufe, nach Köln zu fahren, um Frauen zu schützen, sind fadenscheinig, findet der Blogger Sascha Lobo auf dem Onlineportal Spiegel Online: "Wenn jetzt exakt diejenigen, die sonst ganzjährig fordern, Frauen sollten gefälligst die Bluse zumachen, auf Frauenrechte pochen - dann ist das instrumenteller Rassismus. Das plötzliche Interesse an Frauenrechten ist gespielt und nichts als ein vorgeschobenes Argument, um den eigenen Rassismus zu legitimieren. Die Verharmlosung sexueller Gewalt ist allgegenwärtig und tief in die - ja, auch die deutsche - Gesellschaft und Kultur eingebrannt. Die Kölner Angriffe von Männermobs auf Frauen wären ein sehr passender Anlass, um sich dieser Tatsache zu stellen und herauszufinden, weshalb ein großer Teil der deutschen Öffentlichkeit sich erschütternd wenig um sexuelle Gewalt schert - außer sie kommt von 'nordafrikanisch oder arabisch aussehenden' Männern." (06.01.2016)

Kurier - Österreich

Gesellschaft verharmlost sexuelle Übergriffe

Die massenhafte sexuelle Belästigung von Köln in der Silvesternacht beleuchtet ein lange vernachlässigtes Problem, meint der liberale Kurier: "Während in Amerika langsam ein Bewusstsein für 'Street-Harassment' entsteht, gibt es im deutschen Sprachraum noch nicht einmal einen adäquaten Ausdruck dafür. Belästigung? Liegt doch auch immer im Auge des Betrachters. Und wo es kein Wort für das Problem gibt, gibt es kein Problem, kein Bewusstsein dafür. Siehe auch die hiesige Debatte um den sogenannten 'Grapsch-Paragrafen', die zeigt, dass es bisher keinen gesellschaftlichen Konsens darüber gibt, dass es sich dabei um einen sexuellen Übergriff handelt, eine Straftat. Das erklärt vielleicht auch, warum die Polizei in Köln zuerst kein Problem gesehen hat. ... Frauen müssen derlei als stets möglich akzeptieren: Wieso sonst gehören Selbstverteidigungskurse für Mädchen mittlerweile fast zum Schul-Stoff? Wieso sonst ist es normal, dass Eltern ihre Töchter in so einen Kurs schicken? Weil es verantwortungslos und vielleicht lebensgefährlich wäre, es nicht zu tun. Das ist unsere westliche Realität." (07.01.2016)

POLITIK

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz

China wird Nordkorea weiter schützen

Nordkorea hat eigenen Angaben zufolge am Mittwoch eine Wasserstoffbombe getestet. Die USA und Südkorea haben dem Regime ernste Konsequenzen angedroht. Peking wird jedoch weiter zu Pjönjang halten, glaubt die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: "[D]ie Geduld der Chinesen ist strapaziert; auch ihnen kann es mit einem Nachbarn, der ohne Warnung Atomwaffen zündet, nicht wohl sein. Kommt hinzu, dass das bisweilen fast freundschaftliche Verhältnis zu Pjongjang unter Kim Jong Un abgekühlt ist. Bisher war Peking bereit, den hohen Preis für das Sicherheitsrisiko im Nachbarstaat zu zahlen, weil es einen Kollaps Nordkoreas um jeden Preis vermeiden will. Denn er gäbe den Amerikanern, Südkoreas engsten Verbündeten, die Möglichkeit, ihre Einflusssphäre in der Region zu vergrössern - bis an die chinesische Grenze. ... Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass Peking die Kröte noch einmal schluckt - und das brandgefährliche Spiel in die nächste Runde geht." (07.01.2016)

Corriere della Sera - Italien

Die Welt hat Kim Jong Un aus den Augen gelassen

Der Westen hat die Gefahr aus Nordkorea total unterschätzt, schimpft die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Unter der Führung der USA hat die internationale Gemeinschaft sich auf die Kontrolle des iranischen Atomprogramms konzentriert, das laut Teheran nur zivil genutzt werden sollte. In der Zwischenzeit hat Pjöngjang aufgerüstet und verfügt laut chinesischen Quellen bereits über 20 Atomsprengkörper. Doch im Gegensatz zur Regierung in Teheran erklärt Kim Jong Un bei jeder Gelegenheit, mit den Massenvernichtungswaffen die Städte Amerikas und gegebenenfalls auch Seoul und Tokio dem Erdboden gleichmachen zu wollen. Und während man bei der iranischen Theokratie ausschließen darf, dass sie die Absicht hat, mit der Atomwaffe Selbstmord zu begehen, indem sie sich einem Vergeltungsschlag aussetzen würde, der keine ihrer Städte mehr auf der Landkarte ließe, scheint Kim Jong Un von einem Selbstzerstörungswahn geleitet, der sich nicht gegen ihn sondern gegen sein Land richtet." (07.01.2016)

The Independent - Großbritannien

Camerons Schachzug macht Brexit wahrscheinlicher

Der britische Premier David Cameron hat es seinen Kabinettsmitgliedern am Dienstag freigestellt, sich vor dem Brexit-Referendum für oder gegen einen Verbleib in der EU einzusetzen. Damit hat er das Lager der EU-Gegner gestärkt, kritisiert die linksliberale Tageszeitung The Independent: "Cameron hat seine eigene Position geschwächt, indem er durchklingen ließ, dass er bald nach dem Referendum, unabhängig von dessen Ergebnis, als Regierungschef abtreten wird. ... Auch wenn das Land für einen Verbleib in der EU stimmen sollte, was es hoffentlich tun wird, könnte doch eine Mehrheit der treuesten Parteimitglieder der Tories dagegen stimmen. Das macht es wahrscheinlicher, dass der nächste Chef der Konservativen jemand aus diesem Lager sein wird. Diese Überlegung könnte ausreichen, um Innenministerin Theresa May oder Londons Bürgermeister Boris Johnson dazu zu verleiten, sich mit ihrem beachtlichen politischen Gewicht auf die Seite der EU-Gegner zu schlagen." (06.01.2016)

Sabah - Türkei

Türkische Kurden wollen doch eigenen Staat

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Wochenende die Aufhebung der Immunität des Co-Vorsitzenden der kurdennahen HDP, Selahattin Demirtaş, gefordert. Gegen Demirtaş wird juristisch ermittelt, nachdem er vor ein paar Wochen auf einer Konferenz einen kurdischen Staat im nächsten Jahrhundert für möglich erklärt hatte. Damit offenbaren sich die wahren Ziele der Kurden, warnt die regierungstreue Tageszeitung Sabah: "Die HDP-Abgeordneten geben vor jeder Kamera, die sie sehen, den Slogan zum Besten, Selbstverwaltung sei sehr demokratisch und sollte eingeführt werden. ... Mit diesem Selbstverwaltungs-Diskurs setzt die PKK ihre separatistische Agenda fort und die HDP ist das Instrument dafür. Die PKK und die HDP verhalten sich auf eine Weise, die eine Spaltung möglich werden lässt. ... Sie versuchen wieder, Hand in Hand voranzukommen. In dem sie hübsche Selbstverwaltungs-Märchen erzählen, arbeiten sie daran, ihre Spaltungs-Ideologie zu vervollkommnen. Große Vorsicht ist geboten!" (07.01.2016)

Novi list - Kroatien

Kroatiens 'Reformer' sind Hardcore-Konservative

Rund zwei Monate nach der Parlamentswahl in Kroatien dauert der Streit um die Regierungsbildung weiter an. Und die liberale Wahlvereinigung Most, die zur dritten Macht und Königsmacherin geworden ist, entpuppt sich als ein Haufen Radikal-Konservativer, schimpft die linksliberale Tageszeitung Novi list: "In den Verhandlungen mit der konservativen HDZ fordert die Minipartei Most vehement die Kontrolle über den Sicherheitsapparat. Bis vor Kurzem hielten wir sie noch für nette Jungs, naiv und voller Reformwillen. So eine Art HDZ 'light', was uns auch die Besetzung des Premiers in spe, mit dem parteilosen Fachmann Tim Orešković weismachen sollte. Aber jetzt wollen sie Polizei, Geheimdienste und Justizwesen manipulieren, was ihre Beziehungen und Verbindungen zu den ehemaligen nationalistischen Geheimdienststrukturen aus den Kriegsjahren in den 1990ern immer offensichtlicher macht. Most ist eine 'Hardcore'-Variante der HDZ und das stinkt jetzt schon zum Himmel." (07.01.2016)

REFLEXIONEN

El País - Spanien

Ian Bremmer trauert um die Achse USA-Europa

Die schwindende Bedeutung der Allianz zwischen den USA und Europa wird 2016 deutlich hervortreten, fürchtet Politologe Ian Bremmer in der linksliberalen Tageszeitung El País: "Die Differenzen zwischen den USA und Europa werden sich dieses Jahr an den Themen Ukraine und Syrien zeigen. Die USA werden an ihren Prinzipien festhalten: Sie werden die Sanktionen gegen Russland beibehalten, bis sich die Ukraine von Putin befreit, und auf dem Sturz von Assad bestehen. Die Europäer, die direkt von den beiden Krisen betroffen sind, werden auf Pragmatismus setzen. Die EU wird die Sanktionen gegen Russland sicherlich lockern und sich in Syrien einen Feind nach dem anderen vornehmen. Dass die transatlantischen Beziehungen an Bedeutung verlieren, heißt auch, dass es in Zukunft nicht mehr so wichtig ist, dass die USA und Europa untereinander viel mehr Gemeinsamkeiten teilen als mit China. Wirtschaftliche Faktoren wiegen mehr als gemeinsame Werte. Das ist schade um eine Allianz, die trotz aller Mängel mehr als jede andere Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit gefördert hat." (07.01.2016)

WIRTSCHAFT

Diário Económico - Portugal

Von der Kehrseite des Ölpreis-Tiefs

Trotz der sich verschärfenden Krise zwischen den Ölförderstaaten Saudi-Arabien und Iran fällt der Ölpreis weiter. Was Konsumenten und Unternehmen heute noch freut, wird sie schon bald teuer zu stehen kommen, warnt die wirtschaftsliberale Tageszeitung Diário Económico: "Im Juli 2008 stieg der Ölpreis auf eine neue Rekordmarke: 146,08 US-Dollar pro Barrel des Nordseeöls Brent [führende Referenzölsorte in Europa]. Nach diesem historischen Hoch hätte sich niemand vorstellen können, dass der derzeitige Preis bei nur noch 34,26 Dollar liegt. ... Im Augenblick applaudieren die Verbraucher und auch die Unternehmen. ... Allerdings: Wenn man sich alles genauer ansieht, erkennt man, dass es viele Unternehmen gibt, die in Öl produzierende Länder wie Angola und Brasilien exportieren und die derzeit große finanzielle Not und strategische Unsicherheit erleben. Arbeitslosigkeit und Konkurse werden diejenigen treffen, die nicht in der Lage sind, sich schnell an diese neuen Gegebenheiten anzupassen." (07.01.2016)

Göteborgs-Posten - Schweden

Minijobs für Flüchtlinge in Schweden schaffen

Schweden hat im vergangenen Jahr in der EU im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße die meisten Flüchtlinge aufgenommen. Die liberale Tageszeitung Göteborgs-Posten erörtert die Frage, wie diese häufig unterqualifizierten Personen einen Job erhalten können, und denkt an das deutsche Modell der Minijobs: "Eine Möglichkeit könnte sein, Minijobs einzuführen, die man ausüben kann, ohne Unterstützung zu verlieren. So würde der Anreiz, zu arbeiten, nicht dadurch gehemmt, dass man Unterstützung verliert. Die Unterstützung kann zurückgefahren werden, sobald der Angestellte einen Job mit einem ausreichend hohen Lohn erhält. Würden Minijobs auch in Schweden funktionieren? Wie gut ist das deutsche Modell im Vergleich zu anderen Alternativen? Am besten folgt die Regierung der Empfehlung des Finanzpolitischen Rats und setzt eine Krisenkommission ein. Sie soll ermitteln, wie die Integration verbessert und ein Niedriglohnsektor geschaffen werden kann. Schweden kann es sich nicht leisten, dass immer mehr Menschen dauerhaft außen vor bleiben." (07.01.2016)

GESELLSCHAFT

Adevârul - Rumänien

Warum Rumänen Verschwörungstheorien lieben

In den sozialen Netzwerken kursiert seit Wochen das Gerücht, dass der rumänische Präsident Klaus Johannis einen "Befehl" zum verheerenden Brand im Bukarester Nachtclub Colectiv Ende Oktober gegeben habe. Nach dem Brand kam es zu massiven Protesten der Bevölkerung und zu einem Regierungswechsel. Der Medienwissenschaftler Doru Pop fragt sich auf seinem Blog bei der konservativen Tageszeitung Adevărul, warum solche Verschwörungstheorien in Rumänien greifen: "Bei den Rumänen geht es immer gleich um ein historisches Komplott. Schon Nicolae Ceauşescu wurde angeblich von 'Agenten' gestürzt. Solche Verschwörungstheorien sind immer auch Ausdruck der Irrationalität einer Gesellschaft. … Hinzu kommt, dass wir Rumänen ein Volk sind, das zum Aberglauben neigt, zu mystisch-magischen Erklärungen, zu übertriebenen Rechtfertigungen. Ein primitives Volk, das noch an Zauber und Kartenlegen glaubt, kann für dumm verkauft werden. Und die Leute lassen sich beirren, weil sie eine Erklärung für alles brauchen - auch für das, was einfach nicht gewiss und unbegreiflich ist." (06.01.2016)

MEDIEN

Charlie Hebdo - Frankreich

Charlie Hebdo gibt jetzt erst recht nicht auf

Zum ersten Jahrestag des Terroranschlags auf die satirische Wochenzeitung Charlie Hebdo erklärt Laurent "Riss" Sourisseau, Überlebender der Schießerei und neuer Chefredakteur, woher das Blatt die Kraft für sein Fortbestehen nimmt: "Alles, was wir in den letzten 23 Jahren erlebt haben, macht uns wütend. Wir hatten noch nie so große Lust wie jetzt, denjenigen eine reinzuschlagen, die von unserem Ende geträumt haben. Zwei vermummte Idioten können unser Lebenswerk und die wunderbaren Momente mit den Verstorbenen nicht zerstören. Das Ende von Charlie werden sie nicht erleben. Doch Charlie wird sie sterben sehen. Das Jahr 2015 war das schrecklichste in der ganzen Geschichte von Charlie Hebdo, da es unsere Überzeugungen auf die Probe gestellt hat - die schlimmste Qual für ein Meinungsblatt. Würden unsere Überzeugungen stark genug sein und uns die Energie geben, um uns wieder aufzurichten? Die Antwort halten Sie nun in Ihren Händen. Die Überzeugungen von Atheisten und Menschen mit säkularer Gesinnung können noch mehr Berge versetzen als der Glaube von Frommen." (06.01.2016)

Proto Thema - Griechenland

Niemand will mehr Tsipras' Lügen lesen

Eine Zeitung, die am Wochenende ein großes Interview mit Griechenlands Premier Alexis Tsipras veröffentlicht hat, ist auf wenig Interesse an den Kiosken gestoßen. Die liberale Wochenzeitung Proto Thema schreibt, dass sich die Bürger nicht mehr dafür interessieren was Tsipras sagt: "Die Zeitung, die das Interview mit Tsipras veröffentlichte, verkaufte nur eine verschwindend geringe Auflage. Etwas Ähnliches passierte auch mit der Zuschauerzahl im Staatsfernsehen ERT, das vor einem Monat ein Interview mit Tsipras gesendet hatte. … Noch vor ein paar Monaten hätte allein die Nachricht, dass ein Medium ein Interview mit dem Premier veröffentlicht, in der Journalistenwelt Alarm ausgelöst. … Es ist offensichtlich, dass die Auswirkungen der monströsen Lügen, mit denen sie das griechische Volk vollgestopft haben, anfangen, sichtbar zu werden." (07.01.2016)

Weitere Inhalte