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La Repubblica - Italien | Freitag, 28. Oktober 2011

Für Timothy Garton Ash kommen nationale EU-Debatten zu spät

Das britische Parlament hat am Montag ein Referendum über einen EU-Austritt abgelehnt. Am Mittwoch stimmte der deutsche Bundestag der Erweiterung des Euro-Rettungsfonds zu. Der Historiker Timothy Garton Ash hält die EU-Debatten in den nationalen Parlamenten für sinnvoll, findet nur den Zeitpunkt unglücklich: "Ich glaube, dass die EU mit der Zeit siegreich aus ihnen hervorgehen und überleben wird. Denn obwohl sie von einer skeptischen Haltung ausgelöst wurden, rückten doch beide Debatten das zugrunde liegende Thema Europa wieder in den Mittelpunkt. Das Problem liegt in dem 'mit der Zeit'. Vor zehn Jahren hatten wir noch Zeit. Ginge es nur um nationale Parlamente und Volksabstimmungen, hätten wir auch heute noch Zeit. Doch ist dies eben nicht der Fall. Die Finanzmärkte können dem Euro jeden Tag den Boden unter den Füßen wegziehen. Im Fall der Staatsanleihen von Spanien, Italien und sogar Frankreich ziehen sich die Investoren bereits zurück. Ironie des Schicksals: Sie tun dies, um die finanziellen Interessen der europäischen Rentenfonds zu schützen, das heißt im Interesse langfristiger Absicherungen für eben die Leute, die in ihrer Rolle als nationale Wähler Lösungen behindern, die Druck auf die Finanzmärkte ausüben könnte."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 28. Oktober 2011

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