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El País - Spanien | Montag, 18. Juli 2011

Timothy Garton Ash hat Hoffnung nach dem Fall Murdoch

Die Aufdeckung des Abhör-Skandals in Großbritannien ist ein gutes Zeichen für den britischen Journalismus, meint der Zeithistoriker Timothy Garton Ash in der linksliberalen Tageszeitung El País: "Ich würde sagen, dass Murdochs Debakel eine Krankheit ans Tageslicht gebracht hat, die seit 30 Jahren nach und nach das Herz des britischen Staats verstopft hat. Es ist wie ein Herzinfarkt, der einem zeigt, dass man krank ist, aber der auch die Möglichkeit bietet, ab sofort gesünder zu leben. Der Grund dieser britischen Krankheit war die absolute, schonungslose und unkontrollierte Macht der Massenmedien, das Hauptsymptom war die Angst. ... Auch wenn noch schlimmere Einzelheiten aufgedeckt werden, ist der Blick in die Zukunft hoffnungsvoll. Der bessere britische Journalismus hat den schlechteren entlarvt. Das Parlament ist endlich aufgewacht und protestiert. Die Repräsentanten der Parteien und die einfachen Abgeordneten sind endlich bereit, die Vormacht der gewählten Politiker über die von niemandem gewählten Magnaten der Massenmedien durchzusetzen. Die Barriere der Angst ist durchbrochen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 18. Juli 2011

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