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El País - Spanien | Dienstag, 28. Juni 2011

Timothy Garton Ash über Chinas Kolonien in Europa

Das schwächelnde Europa lädt China zur Einflussnahme ein, meint Timothy Garton Ash in der linksliberalen Tageszeitung El País: "Zu anderen Zeiten kolonisierte Europa Teile von China. Jetzt kolonisiert China Teile Europas. Informell und selbstverständlich viel höflicher als zu der Zeit, als die Situation umgekehrt war. ... Im vergangenen Jahr haben mehrere chinesische Politiker Spanien, Portugal und Griechenland besucht. Warum so viel Interesse an der Peripherie? Weil man in diesen Ländern vielversprechende Investitionen tätigen kann und weil man über diese kleineren Volkswirtschaften auf einfache Art und Weise in den europäischen Binnenmarkt von 500 Millionen Konsumenten eindringen kann. Die EU ist für Investitionen aus China viel offener als der chinesische Markt für die Europäer. Außerdem bringen große Investitionen in diesen Ländern auch politische Vorteile. Je mehr sie wirtschaftlich von China abhängen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass sie gemeinsamen Aktionen der EU gegen Chinas fundamentale Interessen zustimmen. Man muss kein Zyniker sein, um zu bemerken, dass Peking eine Art chinesische Lobby innerhalb der EU-Institutionen aufbaut, wo zumindest theoretisch der kleinste Staat dasselbe Gewicht hat wie der größte."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 28. Juni 2011

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