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La Stampa - Italien | Montag, 17. Januar 2011

Italien braucht mehr als Fiat

Die mehr als 5.000 Beschäftigten im Stammwerk des Autobauers Fiat in Turin-Mirafiori haben mit knapper Mehrheit einem umstrittenen Tarifvertrag zugestimmt. Er sieht flexiblere Verträge sowie längere Arbeitszeiten vor und verspricht im Gegenzug milliardenschwere Investitionen in die verlustträchtigen italienischen Fiat-Fabriken. Das Mitarbeitervotum ist Zeichen eines tiefgreifenden Wandels im Verhältnis zwischen Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Staat, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Die engen Bande haben sich gelöst, mit denen der Staat seine großen Unternehmen einst schützte und ihre Entscheidungen maßgeblich beeinflusste. … Aber Italien darf gegenüber den Aktivitäten seines größten Unternehmens nicht gleichgültig sein, selbst wenn der Staat im Zuge der Globalisierung nicht länger in der Lage ist, die Unternehmenspolitik zu bestimmen. Nach den Fehlern, die zur Schwächung der italienischen Position in Bereichen wie Elektronik, Chemie und Pharmazeutik geführt haben, muss der Staat eine neue Wirtschaftsstrategie entwickeln, die nicht allein auf die Autoindustrie setzt und die einen Anstieg der Produktivität erreicht, ohne den Italien mit oder ohne Fiat international immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit verliert."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 17. Januar 2011

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