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Lidové noviny - Tschechien | Dienstag, 19. Mai 2009

Alte Kader leiten ehemaliges Untergrundblatt

Die Literaturzeitung Literarni Noviny, ein früheres Aushängeschild des tschechoslowakischen antikommunistischen Widerstands, wird seit kurzem von Leuten geführt, die der oppositionellen Sozialdemokratie (CSSD) nahe stehen, aber eine kommunistische Vergangenheit haben. Aus Protest wollen 15 Redakteure das Blatt verlassen. Sie werden von der konservativen Tageszeitung Lidové Noviny verteidigt: "Die Literarni Noviny brauchte eine Veränderung. Als sie von jemandem gekauft wurde, der der CSSD nahe stand, begann man in der sozialdemokratischen Parteizentrale über eine linke Zeitschrift vom Typ der [liberalen Wochenzeitung] Respekt zu sprechen. Die Literarni Noviny sollte das Bild einer modernen dynamischen CSSD verkörpern, wie es Parteichef Jiří Paroubek vorschwebt, der die Veränderungen in der Redaktion unterstützt. Deshalb ist es verständlich, dass es auch Veränderungen in der Redaktion gibt. ... Es scheint aber, als solle das Bild von einer modernen linken Partei von Kadern aus der Zeit der 'Normalisierung' [zwischen dem zerschlagenen Prager Frühling und 1989] gemalt werden."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 19. Mai 2009

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