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Expresso - Portugal | Montag, 22. September 2008

Miguel Sousa Tavares über kapitalistische Schwindler

Für den Journalisten und Schriftsteller Miguel Sousa Tavares sind die Kapitalisten und die Regierenden an der aktuellen Finanzkrise Schuld: "Wer zahlt? Die Steuerzahler, also diejenigen, die ohne ausgezahltes Gehalt arbeiten, während die Verwalter der insolventen Lehman Brothers als Belohnung für 'gutes Management' oder als Abfindung Millionen erhalten, nachdem sie das Schiff versenkt haben. Seit Jahren erklären uns die 'Liberalen', dass Unternehmen ... ohne Einschränkung wachsen müssen, damit sie in der globalen Wirtschaft eine strategische Größe erreichen. Die Regierungen taten alles, um dies zu ermöglichen: Fusionen und Firmenkäufe wurden gefördert und zugelassen, auch wenn dadurch der Wettbewerb – eine der Säulen der freien Marktwirtschaft – gefährdet ist und Tausende von Arbeitsplätzen bedroht sind, wenn etwa ein Riese wie AIG [American International Group] fällt ... Bereits Marx sagte, dass sich der Kapitalismus selbst auffrisst, wenn er nur sich ausgesetzt ist. An was hat es gefehlt? An Moral seitens der Kapitalisten und an Pflichterfüllung seitens der Regierenden ... Im wilden Westen wurden diejenigen, die beim Schwindeln erwischt wurden, ausgezogen, geteert und gefedert und aus der Stadt vertrieben. Heute bekommen sie Millionen von Dollar als Entschädigung und lebenslange Renten, die ein Skandal sind."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 23. September 2008

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