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Libération - Frankreich | Sonntag, 15. November 2015

Intoleranz ist nicht im Sinne der Opfer

Nach den Anschlägen müssen wir die Kultur der Toleranz unbedingt verteidigen, fordert die linksliberale Tageszeitung Libération: "Die Attentäter wollten eine Lebensweise terrorisieren, die die Islamisten als dekadent betrachten - das heißt eine Kultur der Freiheit. Das Paradox dieser Mörder: Wie im Fall von Charlie Hebdo sollten tolerante Franzosen getroffen werden. Die Toleranz befindet sich genauso im Visier wie Frankreich. Es wäre daher ein Kardinalfehler, selbst intolerant zu werden. So wie es unverständlich wäre, wenn eine solche von der IS-Terrormiliz angezettelte Aggression ungestraft bleiben würde, so ist auch eine traditionelle Kriegsrhetorik als Reaktion auf die Realität des Konflikts unangemessen, denn dieser Krieg entspricht nicht den klassischen Definitionen. Der Abschottungsdiskurs, der immer lauter ertönt, wird den Opfern, die tagtäglich nach den Werten einer offenen Gesellschaft lebten, keine Gerechtigkeit widerfahren lassen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 16. November 2015

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