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The Irish Times - Irland | Dienstag, 21. April 2015

Justiz schaute bei Nazi-Tätern zu lange weg

Die deutsche Justiz hat sich in der Nachkriegszeit moralisch mitschuldig gemacht, weil sie wie im Falle Grönings erst viel zu spät gegen frühere NS-Täter vorging, kritisiert die linksliberale Tageszeitung The Irish Times: "Staatsanwälte weigerten sich, Untersuchungen einzuleiten, wenn kein konkreter Beweis für ein spezifisches Verbrechen in der Nazi-Zeit vorlag. Ohne diese oft unmögliche Beweislast lehnten sie es ab, das Fischernetz auszuwerfen geschweige denn dieses bis zum Ufer zurückzuziehen und den Fang zu inspizieren. Und so schwammen die Nazi-Fische weiter frei herum. ... Nun treffen sich ältere Nazis und deren Opfer reichlich spät vor Gericht wieder. Doch zwei Generationen deutscher Staatsanwälte werden niemals für ihre moralische Schuld zur Rechenschaft gezogen werden, unzählige Fälle wegen offizieller Auschwitz-Apathie ungestraft gelassen zu haben."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 22. April 2015

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