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Avvenire - Italien | Dienstag, 14. April 2015

Genozid-Leugnung verbaut Türkei Weg nach Europa

Der türkische Premier Ahmet Davutoğlu hat dem Papst vorgeworfen, zum "steigenden Rassismus in Europa beizutragen". Franziskus hatte das Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren als Völkermord bezeichnet. Vergangenheitsbewältigung bleibt leider ein Fremdwort in der Türkei, die sich so den Weg nach Europa verbaut, kontert die katholische Tageszeitung Avvenire: "Der Rassismus-Vorwurf - ein politischer Klimmzug auf niedrigstem Niveau - kann nicht über die Unfähigkeit der türkischen Führung hinwegtäuschen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. ... So wird die Türkei ewig auf der Schwelle zu Europas Tür verharren und sie niemals überschreiten. Im Gegensatz zu Deutschland, das zu einer schmerzhaften und mutigen Vergangenheitsbewältigung bereit war, scheint die Türkei sich entschieden zu haben, den Weg der damnatio memoriae, der Tilgung des Gedenkens, weiterzugehen. Bedauerlich für eine formell demokratische Nation, die jedoch seit Jahren der Versuchung der autoritären Wende erliegt, auf die der Neologismus Demokratur so schmerzlich zutrifft."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 14. April 2015

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