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Der Standard - Österreich | Dienstag, 23. Dezember 2014

Essebsis Doppelsieg birgt Gefahren

Tunesiens neuer Präsident Béji Caid Essebsi sollte unbedingt auf die unterlegenen Islamisten zugehen, empfiehlt die linksliberale Tageszeitung der Standard: "Essebsi kann gleich einen Doppelsieg verbuchen: Seine Partei Nidaa Tounes hat ja auch die Parlamentswahlen gewonnen. Dass in ihr auch Ben-Ali-Leute [aus dem Umfeld des Ex-Diktators] Zuflucht gefunden haben, birgt jedoch die Gefahr, dass sich jene, die sich als revolutionäre Kräfte sehen - darunter die Islamisten der Ennahda-Partei -, nun als Opfer einer fortschreitenden Konterrevolution empfinden. Dabei geht es nicht nur um eine ideologische Spaltung, sondern auch um eine geografische: Die Islamisten bleiben in manchen Landesteilen, besonders im Süden, weiter stark. Nun auf sie zuzugehen und sie einzubinden wäre ein politisch kluger Schritt Essebsis. Genauso wichtig sind soziale, wirtschaftliche - und rechtsstaatliche - Reformen, die den Menschen Vertrauen ins neue System geben."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 23. Dezember 2014

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