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Corriere della Sera - Italien | Donnerstag, 14. August 2014

Westen gedenkt lieber vergangener Völkermorde

Trotz der akuten Gefahr eines Genozids an der Minderheit der Jesiden im Irak gedenkt die Öffentlichkeit im Westen lieber vergangener Völkermorde, klagt die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Angesichts der frappierenden Ähnlichkeit der Bilder der Vergangenheit mit denen der Gegenwart ist es bestürzend, wie spät Regierungen und Öffentlichkeit der westlichen Länder begreifen, was im Irak geschieht. ... Die europäischen Regierungen überlegen jetzt, wie sie der irakischen Bevölkerung helfen können, die von den islamischen Terroristen bedroht wird. Doch dies geschieht ohne eine wirkliche Unterstützung ihrer jeweiligen öffentlichen Meinung, die ihre Aufmerksamkeit doch auf den Völkermord vor ihren Augen statt auf vergangene Völkermorde richten müsste. Doch wenn wir nicht in der Lage sind, Tausenden von Menschen auf der Flucht zu helfen, die uns an einige der dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte erinnern, wie können wir fortfahren, der Verbrechen des 20. Jahrhunderts zu gedenken und von der Pflicht der Erinnerungskultur zu sprechen?"

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 14. August 2014

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