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Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 23. Juli 2014

Pantelis Boukalas über die ungleichen Toten in der Ukraine und in Gaza

Die öffentlichen Diskurse nach dem Abschuss von Flug MH17 und der israelischen Offensive in Gaza vergleicht Kolumnist Pantelis Boukalas in der konservativen Tageszeitung Kathimerini und kritisiert, dass dem Tod so vieler Menschen nicht in beiden Fällen die gleiche Bedeutung beigemessen wird: "Tote sind Tote. Ob sie nun Malaysier, Niederländer, Palästinenser oder Israelis sind. … Es scheint aber, dass in der internationalen Politik die Ermordeten in der Ukraine und in Gaza nicht auf die gleiche Weise tot sind. Wir unterscheiden zwischen 'unseren' Toten und 'deren' Toten. Der Tod von 'denen' hat nicht die gleiche Bedeutung. Er verlangt nicht nach wütenden Reaktionen der betroffenen Interessengruppen. Und er lässt die Mächtigen auf dieser Erde auch nicht nach einer gemeinsamen Haltung suchen. Ihnen ist es völlig egal, ob ihr Verhalten stringent, das heißt unparteiisch ist, und ob ihre moralische Kriterien konsequent angewendet werden oder im Gegensatz abhängig sind von der Nationalität der Getöteten. Diejenigen, die zum Volk der Toten gehören, haben nichts mehr mit unseren Nationalitäten und Ethnien zu tun. … Es ist ein Albtraum, dass man den Tod der 'Unsrigen' nutzt, um den Tod der 'anderen' herunterzuspielen."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 23. Juli 2014

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