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Kathimerini - Griechenland | Donnerstag, 13. September 2012

Pantelis Boukalas erzählt vom strafenden Schuldengott

Die Art und Weise, wie Politiker und Gläubiger vom griechischen Schuldenberg sprechen, ruft in dem Kolumnisten Pantelis Boukalas Befremden hervor. Er schreibt in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: "Die Verschuldung wurde uns quasi als ein Gott präsentiert, der uns angeblich alle beschützt hat und den wir alle ehren mussten, ohne uns zu beschweren, ohne den Mund aufzumachen. Und nun vertritt die Troika diesen Gott auf Erden und der Gott entpuppt sich als unbarmherzig, wenn nicht gar boshaft und rachsüchtig. Manche seiner Apostel sagen, dass sie Mitleid mit uns haben und ihr 'Herz blutet' [Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel im August] - aber nur das und nicht mehr. Denn die Entscheidung ist bereits getroffen: Wir müssen bestraft werden für all das, was wir getan haben, damit wir vernünftig werden und aufhören, zügellos und parasitär zu leben. Und unsere Bestrafung findet erst dann ihr Ende, wenn nicht nur unsere Hosentaschen, sondern auch unsere Seelen leer sind. Wenn wir auf unseren Knien zugeben, dass wir schwere Sünden begangen haben und dass allein schon unsere Existenz ein Verbrechen war."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 14. September 2012

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