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Die Presse - Österreich | Montag, 16. April 2012

Altbekanntes Intrigenspiel in Ägypten

Die ägyptische Wahlkommission hat am Wochenende zehn der 23 Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Mai ausgeschlossen, darunter auch den ehemaligen Geheimdienstchef Omar Suleiman. Die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse hält das für ein typisches Intrigenspiel: "Disqualifizierungen sind den Ägyptern als Foul des Mubarak-Regimes wohlbekannt. Das massive Eingreifen der Wahlkommission im Nachfassen - warum wurden die Kandidaten eigentlich zunächst zugelassen? - erinnert weniger an eine sich entwickelnde Demokratie als an den Iran, wo dieses Mittel zur Meisterschaft entwickelt wurde. Der Fall Suleiman ist noch der einfachste: Dass führende Vertreter einer Diktatur von Wahlen ausgeschlossen sind, ist einsichtig - dass das betreffende Gesetz aber noch gar nicht in Kraft ist, weniger. Wie so oft im postrevolutionären Ägypten wird es auch über diesen Paukenschlag bald viele Verschwörungstheorien und wenige gesicherte Fakten geben. Klar ist nur: Der Pharao mag weg sein, aber das Intrigenspiel, auf das man sich am Nil seit Jahrtausenden versteht, ist in vollem Gang."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 16. April 2012

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