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Corriere della Sera - Italien | Dienstag, 20. März 2012

Geschlossen gegen Nationalisten kämpfen

Nach dem Anschlag auf die jüdische Schule in Toulouse haben Präsident Nicolas Sarkozy und sein sozialistischer Herausforderer François Hollande ihre Kampagne im Präsidentschaftswahlkampf vorerst ausgesetzt. Doch es bedarf weit deutlicherer Symbole, fordert der Philosoph Bernard-Henri Lévy in der liberal-konservativen Tageszeitung Corriere della Sera: "Vor etwas mehr als 20 Jahren marschierte die Politik geschlossen (bis auf den rechtsextremen Front National) mit François Mitterrand an der Spitze gegen die Schändung von 34 Gräbern auf dem jüdischen Friedhof von Marseille Carpentras. Heute bedarf es einer entsprechenden Kundgebung in Toulouse mit Nicolas Sarkozy und François Hollande an der Spitze. Die politischen Kräfte müssen feierlich auf der Place du Capitole zusammenkommen und verkünden, dass Frankreich, wenn seine Kinder, ganz gleich welcher Herkunft, ermordet werden, eine geschlossene Front gegen den Mörder bildet, egal wer er ist oder welche Motive er hat. ... Als Warnung an die Brandstifter, die die 'nationale Identität' als geschlossene Entität verteidigen, die sich von Groll und Hass nährt: Der Gesellschaftsvertrag ist das Opfer eines solchen Massakers. Die Grundfesten des Zusammenlebens schwanken, wenn ein solcher Wahn ausbricht. Eine schlimmere Wunde kann unserem Land, unserer Geschichte nicht zugefügt werden."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 20. März 2012

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