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L'Orient le Jour





Land: Libanon
Internet: http://www.lorientlejour.com/

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In der europäischen Presseschau von euro|topics wurden bisher 3 Artikel aus diesem Medium zitiert.


1.  L'Orient le Jour - Libanon | Samstag, 21. November 2015

Außenansicht: Bücher statt Bomben gegen den Terror

Die Reaktion auf die Terroranschläge von Paris und Beirut sollte sich nicht nur auf militärische Maßnahmen beschränken, rät die libanesische Tageszeitung L'Orient-Le Jour: "Den IS zu bekämpfen, ist sehr gut. Seine Ausbreitung zu verhindern, ist noch besser. Besser ist es ebenfalls, denjenigen Gründe zum Leben zu geben, die sich davon überzeugen lassen, sich zu opfern. Die Verteidigungshaushalte der zehn größten Weltmächte betragen zusammen über tausend Milliarden Dollar pro Jahr. Das ist eine Eins mit zwölf Nullen. Warum verwenden wir nicht, wie der Friedensnobelpreisträger 2014 [Kailash Satyarthi] es so schön formuliert hat, einen Teil dieses Budgets dazu, Bücher statt Waffen abzuwerfen? Lehrer statt Soldaten einzusetzen? Warum probieren wir nicht, Familien für diejenigen zu finden, die alles verloren haben, anstatt die Zahl der Waisen weiter zu erhöhen? Warum entscheiden wir uns nicht endlich, selbst aufzuräumen, anstatt die Zauberlehrlinge zu spielen und zuzusehen, wie die Besen die Kontrolle beim Putzen übernehmen?"

2.  L'Orient le Jour - Libanon | Mittwoch, 30. September 2015

Flucht nach Europa: Libanon ist ein Pulverfass

Rund ein Drittel der Bevölkerung des Libanons sind Flüchtlinge, insbesondere Palästinenser und Syrer. Die nächste Auswanderungswelle nach Europa wird von dort kommen, warnt die libanesische Tageszeitung L'Orient - Le Jour: "Lässt man zu, dass sich das Elend aus Mangel an finanziellen Mitteln ausbreitet und andauert, lässt man die Camps zu Brutstätten für Terroristen werden. Da eine Integration nach europäischem Modell ausgeschlossen ist, würden die internationalen Subventionen nur dazu dienen, die Notleidenden unter verbesserten Bedingungen vor Ort zu halten, offiziell als Provisorium, von dem die Libanesen aber besser als alle anderen wissen, wie lange so etwas dauern kann. ... Wollen die Freunde des Libanons dem Land wirklich helfen? Dann ist das nicht mehr nur eine simple Frage des Geldes. Sie sollten der Warnung des aus Österreich stammenden EU-Erweiterungskommissars Johannes Hahn Gehör schenken: Ihm zufolge kann die nächste große Migrantenwelle nur aus dem Libanon kommen, der zerbrechlich, instabil, verschuldet und von Arbeitslosigkeit geplagt ist - eine gefährliche Mischung."

3.  L'Orient le Jour - Libanon | Freitag, 11. September 2015

Außenansicht: Libanesen beneiden Syrer um Asyl in Europa

Angesichts der rund eine Million syrischer Flüchtlinge im Libanon ist die Infrastruktur dort zusammengebrochen, schreibt die libanesische Tageszeitung L'Orient Le Jour und beobachtet einen aufkommenden Neid ihrer Landsleute auf Syrer, die in Europa Asyl erhalten: "Europa ist damit einverstanden, Hunderttausende Migranten aufzunehmen, die vor ihren Toren zusammenbrechen und um Asyl bitten. Sie sind zwischen den Gefahren der Reise und denen der Kriege, die ihre Länder verwüsten, hin- und hergerissen. 'Weder verbrannt, noch ertrunken, noch auf dem Weg verirrt', sagt ein arabisches Sprichwort, das die schlimmsten Todesarten aufzählt, die ein Menschenleben nehmen können. Die Syrer sind mit Sicherheit die Weltmeister in diesem traurigen Dreiklang. Trotz seines winzigen Territoriums hält der Libanon den Weltrekord an Flüchtlingen pro Kopf. Seine Infrastruktur liegt am Boden. ... Einige von uns beneiden diese Verdammten, für die sich der Horizont jetzt erhellt."

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