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Dennik N



Dennik N (das N steht für nezávislý - unabhängig) ist eine neue Tageszeitung in der Slowakei, die in erster Linie von ehemaligen Redakteuren der Sme gemacht wird. Die erste reine Internetausgabe erschien am 5. Januar 2015. In Blattform kam die Zeitung Ende Januar an die Kioske. Dennik N erscheint in einem eigens gegründeten Verlag, dessen Chef gleichzeitig der Chefredakteur der Zeitung ist. 51 Prozent der Zeitung hält das Unternehmen Eset, das Anti-Viren-Software produziert, die restlichen 49 Prozent teilen sich die Mitarbeiter.

Medium: Tageszeitung
Politische Ausrichtung: regierungskritisch
Erscheinungsweise: Montag bis Freitag
Visits pro Monat: < 500.000
Online-Bezahlmodell: Alle Inhalte kostenpflichtig

Standort der Redaktion: Bratislava, Slowakei
Herausgeber / Verlag: N Press s.r.o.
Verbreitungsgebiet: landesweit
Gründungsjahr: 2015

Jarošova 1, 831 03 Bratislava
E-Mail: info@projektn.sk
Internet: https://dennikn.sk/
Twitter: @dennikN

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In der europäischen Presseschau von euro|topics wurden bisher 5 Artikel aus diesem Medium zitiert.


1.  Dennik N - Slowakei | Donnerstag, 10. Dezember 2015

Gefährlicher Autoritarismus in der Slowakei

Mit der Verabschiedung umfangreicher Anti-Terror-Maßnahmen am Montag hat die slowakische Regierung ihre autoritäre Grundhaltung unter Beweis gestellt, kritisiert die liberale Tageszeitung Dennik N: "Der Umfang der zusätzlichen Befugnisse hat mit der realen Gefahr eines Terrorismus in der Slowakei nichts zu tun. ... Das Paket enthält sehr viele vage Formulierungen und Gummiparagraphen, die praktisch gegen jeden angewendet werden können. ... Unsere Regierung hat autoritäre Anwandlungen, achtet weder die Demokratie, den Rechtsstaat oder die bürgerlichen Freiheiten. Sie ist jederzeit bereit, ihre Macht zu missbrauchen. Hinzu kommen eine Polizei und Richter, die wiederholt gezeigt haben, dass sie nicht unabhängig sind und dass sie sich von der Regierung gegen die Bürger missbrauchen lassen. Diese Kombination ist sehr gefährlich."

2.  Dennik N - Slowakei | Montag, 2. November 2015

Warum sollte IS russischen Airbus abschießen?

Ein russisches Passagierflugzeug vom Typ Airbus A-321 mit mehr als 220 Menschen an Bord ist am Samstag über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Russische Experten gehen davon aus, dass die Maschine bereits in der Luft auseinander brach. Dagegen behauptet ein ägyptischer Ableger der Terrormiliz IS, den Absturz verursacht zu haben, was die liberale Tageszeitung Dennik N bezweifelt: "Paradox an dem Fall ist, dass der Islamische Staat nicht allzu viele Gründe hat, seinen Zorn gegen Russland zu lenken. Moskau greift in Syrien nicht den Islamischen Staat an, sondern die gemäßigte syrische Opposition. Diese Opposition ist eigentlich ein Konkurrent des IS. Während die russischen Kampfflugzeuge den Weg für die Offensive der Armee Assads freimachen, vernachlässigen sie den IS und ermöglichen ihm auf diese Weise, neue Geländegewinne zu erzielen. Der Islamische Staat müsste Russland somit eher für die Hilfe dankbar sein, statt ein russisches Passagierflugzeug abzuschießen."

3.  Dennik N - Slowakei | Montag, 22. Juni 2015

Premier Fico stärkt Rechtsextremen den Rücken

Mehrere tausend Rechtsextreme haben am Samstag in Bratislava teilweise gewalttätig gegen die Aufnahme von Flüchtlingen und eine angeblich drohende Islamisierung der Slowakei demonstriert. Premier Robert Fico meinte, die Demonstranten hätten offene Türen eingerannt, sei seine Regierung doch auch gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. Die liberale Tageszeitung Dennik N kritisiert das Verhalten des Premiers scharf: "Niemand erwartet, dass sich der Premier an die Spitze einer Versammlung stellt, die versucht, die Neonazis zu blockieren, die rassistische Slogans kreischen und den Hitlergruß zeigen. Was man aber von einem Premier, zumal einem Sozialdemokraten, erwarten kann, ist eine klare Positionierung und eine eindeutige Verurteilung rassistischer Reden und gewalttätiger Übergriffe. Aber was macht Fico? Er redet davon, dass seine Regierung die richtige Einstellung gegenüber der Flüchtlingspolitik der EU zeige. Schande! ... Mit seinen wiederholten Äußerungen über Migranten als Terroristen ist Fico mitverantwortlich für die Gewalt am Samstag."

4.  Dennik N - Slowakei | Dienstag, 26. Mai 2015

Wahl Dudas ist schlechte Nachricht für die EU

Entsetzt äußert sich die liberale Tageszeitung Dennik N über den Wahlausgang in Polen: "Die Wahl von Andrzej Duda ist eine schlechte Nachricht für die EU, unsere Region und auch für Polen selbst. Wenn Duda ein treuer Gefolgsmann seines Parteichefs Kaczyński bleibt, könnte das der Beginn von tiefgehenden und unschönen Veränderungen sein. ... Duda verkörpert jenen Teil der polnischen Gesellschaft, der neonazistischen Fußballfans und ultrakatholischen Bewegungen nahe steht. ... Ein noch gravierenderes Problem könnten seine Auffassungen zur europäischen Integration, zur gemeinsamen Sicherheit und zu Russland werden. Die sind teilweise noch radikaler als die seines Ziehvaters Jarosław Kaczyński. ... Dass bei den Parlamentswahlen womöglich noch der Rocker Pavel Kukiz gewinnt, sind wahrlich düstere Aussichten. Damit entstünde nördlich der Tatra ein Land mit einer Mentalität nach dem Vorbild Viktor Orbáns, nur viermal größer, reicher und unvergleichlich ambitiöser. Das kann heiter werden."

5.  Dennik N - Slowakei | Donnerstag, 5. März 2015

Atom-Deal Obamas letzte außenpolitische Chance

US-Präsident Obama hat sich verstimmt über die Kritik des israelischen Premiers Netanjahu im US-Kongress an den Atom-Verhandlungen geäußert. Netanjahu habe keine umsetzbaren Alternativen aufgezeigt, um Iran am Bau einer Atombombe zu hindern. Die Tageszeitung Dennik N kommentiert den Zwist so: "Obama ist zu dem sehr zweifelhaften Deal mit dem Iran aus egoistischen Gründen gezwungen. Gemessen an den Hoffnungen, die er geweckt hat, hinterlässt er nicht sehr viele Erfolge. Am schlimmsten ist die Bilanz seiner Außenpolitik. Sein Restart-Kurs in den Beziehungen zu Russland ist im ukrainischen Blut ertränkt worden. Die Vereinbarung mit Kuba erleichtert bislang vor allem der dortigen Diktatur das Leben. Ein Vertrag mit dem Iran ist Obamas letzte Chance, sich in der Außenpolitik verdient zu machen. Wie es aussieht, ist er bereit, einen solchen Vertrag auch für einen Preis zu bekommen, den Israel und die anderen Verbündeten der USA im Nahen Osten mit Sicherheitseinbußen zahlen müssten."

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