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Zeimes, Josée


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Jeudi - Luxemburg | 04.10.2007

Vielsprachige luxemburgische Identität

Josée Zeimes hat das grenzüberschreitende Festival Total Théâtre besucht, das mit dem Stück "Now here & nowhere" eröffnet wurde. Die Figuren im Stück reden deutsch, französisch, englisch und luxemburgisch. "In einer wichtigen Szene unterhalten sich zwei Frauen: Die eine redet französisch, die andere deutsch - ohne dass sie die Sprache der anderen verstehen, verstehen sie einander durch die ausgedrückten Gefühle. Die Sprache dient nicht nur dazu, mit Worten zu kommunizieren, sondern sie lebt durch die ausgelösten Gefühle... Dennoch stößt die Sprache an Grenzen. Sie ist einer der Faktoren der Identitätsbildung. Am Ende finden sich die Figuren aber nicht, sondern drehen sich unendlich im Kreis, sie bleiben sich und den anderen fremd. Das außergewöhnliche Stück beschäftigt sich mit der luxemburgischen Identität angesichts der Vielsprachigkeit."

Le Jeudi - Luxemburg | 23.05.2006

Das Werk Werner Schwabs

Josée Zeimes zeichnet das Porträt des österreichischen Autors Werner Schwab (1958-1993), dessen Bühnenstück "Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos" im Theater Esch aufgeführt wurde. "Den Stil Schwabs zeichnet eine mächtige, zerstörerische und komische Sprache voller treffender Metaphern aus... . Werner Schwab steht in einer Linie mit Thomas Bernhard und Elfriede Jelinek, der seine Abscheu vor der ultra-katholischen und faschistoiden österreichischen Gesellschaft nicht verhehlt. Er setzt sich mit dem Volk, seinen Visionen und Utopien und, ganz allgemein, mit der Lage des Menschen auseinander: die Figuren haben keine eigene Identität, sie sind der absurden Welt, in der sie leben, ausgeliefert und verirren sich in ihren eigenen Widersprüchen, andererseits gibt ihnen gerade die Sprache einen gewissen Halt und bewahrt sie vor der Leere."

Le Jeudi - Luxemburg | 16.02.2006

Mehrsprachiges Theater

Der luxemburgische Regisseur Paul Kieffer und der Journalist und Schriftsteller Guy Rewenig haben am Theatre du Centaure ein mehrsprachiges Spektakel inszeniert, das aus vier kurzen Stücken besteht und "Pääsch Melba" (Peche melba) heißt. "Der Titel lässt an das Süße denken, an eine Mischung aus Obst, Eis und Sahne, an ein für viele köstliches Dessert. Im übertragenen Sinne spielt der Titel auf das Zarte an, auf das saftige Fleisch, dem der harte Kern entzogen wurde. In der Politik zum Beispiel wählt man eine hübsche Verpackung, damit eine bittere Pille geschluckt wird. So verliert die grausame Realität ihren bitteren und unmenschlichen Geschmack", schreibt Josée Zeimes. "Das Theaterstück kritisiert mit beißender Ironie und großem Erfindungsreichtum eine Welt, die von denen manipuliert wird, die, wenn auch nur vorübergehend, die Macht haben."

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