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Zeeman, Michaël


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


De Volkskrant - Niederlande | 04.05.2009

Europawahlen: EU-Abgeordnete lassen sich einengen

Das Interesse an den Europawahlen ist gering, schreibt der Publizist Michael Zeeman in der links-liberalen Tageszeitung De Volkskrant. Gleichgültigkeit und Unwissenheit seien die Gründe. Doch daran seien auch die EU-Parlamentarier schuld: "Gerade das vergangene halbe Jahr - das der Finanzkrise - zeigte, wie die europäische Politik, wenn es wirklich ein Problem gibt, auf Regierungsebene gemacht wird. Dann steht das Europäische Parlament im Abseits, es wird noch nicht einmal hinterher um Zustimmung gefragt. Das Merkwürdige ist, dass die [niederländischen] Spitzenkandidaten das scheinbar prima finden. Darüber hört man sie nicht. Die Aufhebung der Grenzen zwischen den Ländern der EU hat neuen Raum geschaffen. ... Der entstandene supra-nationale Raum wird politisch und verwaltungstechnisch eher zu wenig als zu viel genutzt. Aber die Politiker, die das tun müssten, die Europaparlamentarier, lassen sich einengen von ihren nationalen Parteiführern."

De Volkskrant - Niederlande | 12.02.2009

Scheinheilige Kritiker von Wilders Einreiseverbot

Die britische Regierung hat dem niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders die Einreise nach Großbritannien verboten, wo er auf Einladung des Oberhauses seinen Anti-Islamfilm Fitna zeigen sollte. Der Publizist Michaël Zeeman kommentiert die Empörung, die das Einreiseverbot in den Niederlanden ausgelöst hat. "Die Meinungsfreiheit ... erzwingt man lieber im Ausland als in der eigenen Nation. ... Man stelle sich vor, jemand hätte [den österreichischen Rechtspopulisten] Jörg Haider zu einem parlamentarischen oder außerparlamentarischen Zweck eingeladen. Hätte man dann auch so gemütlich reagiert? Ich habe noch lebhaft vor Augen, wie die Beziehungen zu Österreich auf dem Spiel standen, als die versteckt faschistischen Jodler mit Jägerhütchen ihn wählten und die Zusammenarbeit mit seinen Anhängern im europäischen Parlament aufgekündigt werden musste. Wäre es Wilders erlaubt, Jean-Marie Le Pen zu einem Dia-Abend ins Parlament einzuladen? ... In der Begeisterung, mit der jetzt Kritik geübt wird, steckt ein unerträglich heuchlerisches Element. Die Aufrechten von heute sind die Kriecher von damals."

De Volkskrant - Niederlande | 09.10.2008

Niederländer schimpfen im Internet

Niederländische Internetseiten und Blogs sind voller Drohungen und Beschimpfungen. Einer Untersuchung zufolge ist das einzigartig in Europa. Nach Meinung der Tageszeitung De Volkskrant weise dies auf eine Kontinuität in der niederländischen Geschichte hin, für die man sich schämen müsse: "Ein Blick auf die anonymen Quittungen der Niederländer, die während der deutschen Besatzung durch den Verrat ihrer jüdischen Nachbarn gierig ein paar Mark dazu verdienten, ... zeigt, in welcher Tradition von ekelerregender Feigheit die wütenden Blogger stehen: Niederländer, ein Volk geheimer Petzen und Beschimpfer, die selbst noch zu engstirnig sind, um mit eigenem Namen hinter ihren kranken Meinungen zu stehen. Aber sie sind nicht allein. Denn so wie damals die Beamten nicht fragten, sind es jetzt die Webmaster, die nicht eingreifen, und sich immer wieder damit verteidigen, dass Anonymität auch beim Beschimpfen, Mobben und Beleidigen von Menschen, deren Namen und Position bekannt ist, nun einmal zum Internet gehört."

De Volkskrant - Niederlande | 04.09.2008

Berichterstattung in der Kritik

Der Kolumnist Michael Zeeman übt in der Tageszeitung De Volkskrant scharfe Kritik an der Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen TV-Senders NPS über den demokratischen Parteitag in Denver. "Kommt man so vom Gymnasium? Mit Gedächtnisverlust kombiniert mit ohnmächtiger Bewunderung? ... Parteiversammlungen in Stadien, perfekt inszeniert und wunderbar verfilmt, mag ich nicht so - und außerdem, zwischen 'yes, we can' und 'Triumph des Willens' ist semantisch kein so großer Unterschied. Die Organisatoren der Convention hatten ein bisschen zu viel Leni Riefenstahl gesehen, meine ich. Das kann man von den beiden keuchenden Psychophaten, die der NPS als 'Reporter' schickte, nicht sagen. Die wussten gar nichts und hätten ... noch nicht einmal sagen können, wo sie sich befanden. Sie waren 'dafür' und machten dies deutlich bemerkbar. Ist es ein Wunder ..., dass das Vertrauen in die etablierten Medien zusehends abnimmt?"

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