Navigation

 
Wichtiger Hinweis:
Sie befinden sich im Archiv von euro|topics. Aktuelle Beiträge aus der europäischen Presseschau finden Sie unter www.eurotopics.net.

Home / Autorenindex


Wolodarski, Peter

Chefredakteur von Dagens Nyheter


RSS Die Texte von "Wolodarski, Peter" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Dagens Nyheter - Schweden | 17.01.2016

Polen weckt die Dämonen von früher

In ihrer Reaktion auf die Kritik der EU schießen sich polnische Politiker auf Deutschland ein. Unter anderem hat Justizminister Zbigniew Ziobro in Anspielung auf die Nazizeit wissen lassen, dass die Worte von EU-Medienkommissar Günther Oettinger schlimmste Assoziationen weckten. Um die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland sorgt sich die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter: "Die polnische Regierung kennt sehr wohl die Geschichte, aber sie agiert, als sei sie geschichtslos. Wer antideutsche Stimmung schürt, riskiert, die historischen Dämonen zu wecken und Jahrzehnte Vertrauen schaffender Maßnahmen zu vernichten. … Es ist völlig normal, dass Deutschland als wichtigster Nachbar Polens auf eine Entwicklung reagiert, die auch Folgen für die europäische Sicherheitszusammenarbeit haben kann. Erstaunlich ist vielmehr, dass viele andere EU-Länder in dieser Hinsicht spät reagieren."

Dagens Nyheter - Schweden | 02.11.2014

Schwedens Reichsbank vollkommen weltfremd

Am Donnerstag hat die schwedische Reichsbank den Leitzins auf 0,0 Prozent gesenkt. Der Schritt kommt für die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter viel zu spät: "Ein ums andere Mal haben sich die Wirtschaftsprognosen der Reichsbank als falsch erwiesen: Die steigende Inflation, von der man so fleißig gesprochen hat, wurde nicht Wirklichkeit. Aber das hinderte die Leitung der Bank nicht daran, falsche Zukunftsbilder zu verbreiten. Auch hat man sich nicht von der wachsenden internen Kritik durch die Vize-Reichsbankchefs Lars E. O. Svensson und Karolina Ekholm beeinflussen lassen. Man hat einfach immer so weiter gemacht. ... Wenn die Landkarte nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt, hält man an der Karte fest und redet von einer anderen Wirklichkeit."

Dagens Nyheter - Schweden | 06.08.2012

Wallenberg war zu unbequem für Schweden

In Schweden ist am Samstag der 100. Geburtstag des Diplomaten Raoul Wallenberg gefeiert worden. Er hatte am Ende des Zweiten Weltkriegs tausende Juden in Ungarn gerettet. Um Wallenberg aus der sowjetischen Haft zu befreien, in der er vermutlich 1947 starb, unternahm die schwedische Regierung damals nur wenig. Die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter erklärt warum: "Raoul Wallenberg passte nicht in die schwedische Neutralitätspolitik, weder im noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Während die schwedische Regierung Hitler-Deutschland weitgehende Befugnisse einräumte, gab es einen jungen Schweden, der den Kampf gegen den Totalitarismus aufnahm. Wallenberg warf unbequeme Fragen über Schweden und den Nationalsozialismus auf. Er riskierte, eine Wunde in der schwedischen Zeitgeschichte zu öffnen und die zunehmend aufgeladene und moralisierende Rhetorik der außenpolitischen Führung zu stören."

Dagens Nyheter - Schweden | 25.09.2011

Palästinenser-Staat im Interesse Israels

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat am Freitag die UN-Vollmitgliedschaft bei den Vereinten Nationen beantragt trotz heftiger Kritik seitens Israels und der USA. Die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter befürwortet einen eigenen Palästinenser-Staat: "Ein palästinensischer Staat unter Führung gemäßigter Kräfte im Westjordanland liegt im strategischen Interesse des jüdischen Staats, zumal in einer Zeit, da sich mit Ägypten und der Türkei zwei frühere Verbündete auf beunruhigende Weise von Israel abgewendet haben. Der arabische Frühling hat die Lösung des Konflikts mit den Palästinensern zur akuten Frage gemacht. Wenn Israel als demokratischer und jüdischer Staat überleben will, muss es die Besetzung des Westjordanlandes beenden und die Siedlungen aufgelösen. ... Laut einer Meinungsumfrage der Hebräischen Universität finden zudem 70 Prozent der befragten Israelis, Israel sollte eine eventuelle Anerkennung Palästinas durch die Uno akzeptieren. Israel hat bereits 1947 Ja zu einem Palästinenserstaat gesagt. Im Jahr 2011 gibt es keinen Grund für ein Nein."

Dagens Nyheter - Schweden | 03.05.2009

Peter Wolodarski über die Bedrohung der Demokratie durch die Krise

Der Politikjournalist Peter Wolodarski beschäftigt sich mit den Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Demokratieentwicklung: "Die Demokratie ist bedroht, wenn es mit der Wirtschaft steil bergab geht. Selten ist so deutlich geworden wie jetzt, in welch hohem Maße unsere Gesellschaft vom Wirtschaftswachstum abhängig ist. Wenn das Bruttoinlandsprodukt aufhört zu wachsen oder gar schrumpft, ruft dies große soziale Spannungen hervor. Tausende Menschen verlieren Arbeit, Einkommen und Hoffnung. In Ermangelung von Geld oder von Vertrauen in die Umwelt sind Länder vielfach zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen, was die Probleme weiter verstärkt. In Europa hat die Krise bereits die Regierungen in Belgien, Island, Lettland und Tschechien zu Fall gebracht, und der 1. Mai war vielerorts von Gewalt geprägt. Bisweilen wird gesagt, wir kümmerten uns zu viel um das Wirtschaftswachstum; aber das Gegenteil ist der Fall. Ohne eine stetig expandierende Wirtschaft sind die politische Demokratie, die Freiheit des Individuums und die Toleranz gefährdet - auch in reichen, gut entwickelten Ländern."

» Autorenindex


Weitere Inhalte