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Wenzel, Frank-Thomas


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Rundschau - Deutschland | 05.11.2015

Unabhängiges EU-Amt muss Autobranche überwachen

Der Skandal um die Abgaswerte von VW-Fahrzeugen weitet sich aus. Am Dienstag hat der Autobauer eingeräumt, dass es bei insgesamt rund 800.000 Fahrzeugen Unregelmäßigkeiten beim Ausstoß von Kohlendioxid gibt. EU-Industriekommissarin Elżbieta Bieńkowska hat indes angekündigt, die Kontrolle von Kraftfahrzeugen in den Mitgliedstaaten überwachen zu wollen. Dafür ist es höchste Zeit, meint die linksliberale Frankfurter Rundschau: "[Das Bundeswirtschaftsministerium und das Kraftfahrtbundesamt (KBA)] sind so etwas wie ein verlängerter Arm der deutschen Automobilindustrie. Das KBA ist vor allem die Statistikabteilung der Branche. Ansonsten wird abgenickt und durchgewinkt. Die Bundesregierung unterstützt nach Kräften die Lobbyarbeit in Brüssel. Etwa wenn es darum geht, günstige Konditionen bei der Einführung neuer Standards für die Ermittlung von Abgaswerten durchzusetzen. ... Deshalb brauchen wir dringend eine neue unabhängige Behörde, die der Branche kritisch auf die Finger schaut - um die Autobranche vor sich selbst zu schützen."

Berliner Zeitung - Deutschland | 28.11.2014

Starke Stimmen gegen Internetriesen

Das Votum der EU-Parlamentarier ist ein wichtiges Signal, kommentiert die linksliberale Berliner Zeitung eine mögliche Aufspaltung des Internetriesen Google: "Es zeigt der Kommission, der US-Regierung und den Google-Managern, dass es starke Stimmen in Europa gibt, die die Geschäftspraktiken des Konzerns nicht mehr hinnehmen. Google ist längst außer Kontrolle geraten, hat hierzulande bei den Suchmaschinen einen Marktanteil von gut 95 Prozent, sammelt unaufhörlich Daten, von denen niemand weiß, wo sie gespeichert und wie sie genutzt werden. Google hat sich mit seinen zahlreichen, meist kostenlosen Anwendungen tief in der Lebenswelt von Millionen Menschen verankert. ... Kartell- und Wettbewerbsgesetze hätten längst massiv verschärft werden müssen. Das muss dringend nachgeholt werden. Kartellbehörden müssen vor allem in die Lage versetzt werden, gegen Einschränkungen des Wettbewerbs zügig mit hohen Geldstrafen vorzugehen."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 29.05.2009

Hütchenspiele bei Opel

Zum vorläufigen Scheitern der Opel-Gespräche in Deutschland schreibt die linksliberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau, die Verhandlungen seien auf dem "professionellen Niveau von Hütchenspielern" geführt worden: "Völlig unerwartet und nach stundenlangen Ringen im Kanzleramt lassen die Amerikaner die Katze aus dem Sack und fordern holterdiepolter zusätzliche 300 Millionen Euro als kurzfristige Liquiditätshilfe. Ein Desaster. Denn es geht eben nicht um Hütchenspiele, sondern um ein Unternehmen, dem schon bald das Geld ausgehen und das dann mit kaum absehbaren Folgen in die Insolvenz stürzen könnte. ... [Aber] erstens ist nicht die Bundesregierung für das vorläufige Scheitern der Opel-Rettungsverhandlungen verantwortlich zu machen. Der offenbar überforderte Abgesandte der US-Regierung ist zumindest nicht voll satisfaktionsfähig. Wohl aber der europäische Finanzchef von General Motors Enrico Digirolamo. Er sitzt im Opel-Aufsichtsrat, muss die finanzielle Lage des Unternehmens genau kennen und wissen, dass man die Bundesregierung nicht mit einem 20-prozentigen Spontanaufschlag auf die Liquiditätshilfe von 1,5 Milliarden Euro brüskieren kann."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 20.02.2007

Airbus kämpft mit der Krise

Nationales Proporzdenken verhindert nach Meinung von Frank-Thomas Wenzel eine zukunftsträchtige Sanierung des europäischen Raum- und Luftfahrtkonzerns EADS. "Der Konzern braucht langfristig eine Art paradoxe Intervention. Er muss sich von dem trennen, was bislang konstitutiv war: dem Proporzdenken. Fehler wie beim A380 kann sich EADS bei Fliegern der neuesten Generation (kleinere Langstreckenjets mit deutlich weniger Verbrauch) nicht noch einmal leisten... Die Antwort von Airbus kann nur heißen, die Fertigung zu konzentrieren, um sie effizienter zu machen. Das geht aber nur, sofern der politische Einfluss auf den Konzern massiv eingedämmt wird, was wiederum nur funktioniert, wenn sich die staatlichen Anteilseigner zurückziehen - ein komplizierter, mühsamer Prozess, zu dem es keine Alternative gibt, der aber langfristig Arbeitsplätze sichert. Damit würde gleichzeitig ein Grundwiderspruch des Gebildes EADS beseitigt: nämlich dass der transnationale Konzern bisher nationalen Interessen folgte."

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