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Venturini, Franco


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 26.03.2014

Gemauschel um Stoltenbergs Nato-Kandidatur

Norwegens Ex-Premier Jens Stoltenberg ist der aussichtsreichste Kandidat für das Amt des Nato-Generalsekretärs, das am 30. September neu besetzt werden soll. Wie die Zeitung Aftenposten berichtete, sprachen sich nach Deutschland und den USA auch Großbritannien und Frankreich für ihn aus. Die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera wundert sich: "Bis heute wurde der Generalsekretär immer von einem EU-Mitgliedstaat gestellt. ... Norwegen ist zwar Nato-Mitglied, gehört aber nicht zur EU. Zwischen Juni und November steht Europa ein komplexer Ämterwechsel ins Haus, der neben dem Nato-Vorsitz die gesamte EU-Kommission und die EU-Ratspräsidentschaft betrifft. Es wird gemunkelt, dass Kanzlerin Merkel einen Sozialdemokraten wie Stoltenberg an der Nato-Spitze wünscht, um dem deutschen Sozialdemokaten Schulz einen Strich durch die Rechnung zu machen für seine ehrgeizigen Pläne, EU-Kommissionspräsident zu werden. Wahrscheinlicher ist aber, dass die USA keinen Sekretär aus einem EU-Land wollen, um nicht in interne Machtkämpfe der EU verwickelt zu werden."

Corriere della Sera - Italien | 29.11.2013

Europa muss Putin die Macht entreißen

Dass die EU zum Abschluss des Gipfels die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien und Moldau enger an sich bindet, ist nur ein schwacher Trost, urteilt die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Zu glauben, dass die von vorneherein absehbare Paraphierung der Assoziierungsabkommen mit Georgien und Moldau den Gipfel noch zu einem Erfolg mache, wäre pure Heuchelei. Was Europas Geopolitik langfristig tatsächlich fundamental hätte verändern können, wäre eben genau das Abkommen mit der Ukraine gewesen, was gescheitert ist. ... Wenn Europa noch gewinnen will, muss es Putin die Macht entreißen, mit der er die Ukraine wirtschaftlich erpressen kann. Nur zwei Wege führen zu diesem Ziel, die beide gleichermaßen unwegsam sind: Ein tiefer Griff in den Geldbeutel oder ein kompliziertes trilaterales Abkommen zwischen Brüssel, Kiew und Moskau."

Corriere della Sera - Italien | 04.12.2009

Italien nimmt US-Herausforderung an

Die italienische Regierung hat entschieden, der US-Aufforderung, weitere Soldaten nach Afghanistan zu schicken, nachzukommen. Damit übernehme das Land gemeinsam mit Großbritannien und Spanien eine Vorreiterrolle, meint die liberalkonservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Das Italien, das nicht zögert, 'Ja' zu [US-Präsident] Barack Obama zu sagen, beabsichtigt offenbar, der Freundschaft mit den USA wieder neue Kraft zu verleihen. Aber vor allem, und hier liegt der wahre strategische Punkt: Dieses Italien ... entscheidet sich dafür, die Herausforderung von Barack Obama anzunehmen. Ein kühnes, laut einiger Personen sogar ein waghalsiges Unterfangen.  … Es handelt sich um eine Herausforderung, aber an dem Punkt, an den Obama gelangt war, konnte er nicht mehr anders handeln. Und auch Italien wollte - in dem es seinen Beitrag leistet - nicht anders handeln. Es wollte nicht warten, nicht überlegen und nicht zurückziehen. Die Botschaft ist klar und positiv: Unter Alliierten, ob vorwärts oder rückwärts, bewegt man sich geschlossen."

Corriere della Sera - Italien | 13.03.2007

Putin in Rom

Anlässlich des Besuchs des russischen Präsidenten in Rom schreibt Franco Venturini über die Mystik, die Wladimir Putin seiner Ansicht nach umgibt. "Nur ein instabiles Russland ist furchterregender als ein stabiles Russland. Vielleicht muss man auf das alte Schema des Kalten Krieges zurückgreifen, um die Qual zu verstehen, die die Beziehungen zwischen dem Westen und dem heutigen Russland prägt und um diesen Wladimir Putin zu begreifen, der mit allen Ehren in Italien und im Vatikan empfangen wird. Sieben Jahre nach seinem Amtsantritt im Kreml ist der russische Präsident für viele immer noch ein ungelöstes Rätsel. Empfangen Prodi, Napolitano und der Papst heute Abend den Retter der Nation oder den skrupellosen Ex-KGB-Agenten, der die alten Methoden nicht aufgegeben hat? Hat Putin ein Land demokratisiert, in dem es nie eine Demokratie gab oder handelt es sich um eine kaum getarnte Diktatur?"

Corriere della Sera - Italien | 18.07.2006

Europa auf Friedensmission für den Nahen Osten?

Franco Venturini ist der Meinung, dass Europa bei der Schaffung einer "internationalen Stabilisierungs-Truppe" eine wichtige Rolle zukommt. "Diesem Vorschlag ist hoch anzurechnen, dass er konkreter ist als die gequälte Dialektik der G8, und er hat dementsprechend sofort überzeugte Verfechter gefunden. Blair hat angekündigt, dass Großbritannien teilnehmen wird. Prodi hat Italiens Mitwirkung zugesichert. Auch Chirac hat mitgezogen, und Putin hat prompt ein Engagement russischer Truppen in Erwägung gezogen... Es ist ziemlich sicher, dass die internationale Gemeinschaft keine Illusionen hegt, was das Erreichen der Ziele anbelangt, die sie sich selbst gesteckt hat: Israels Sicherheit wiederherzustellen und den Bombenangriffen auf den Libanon ein Ende zu bereiten... Interessant wird es, wenn sich herausstellt, wer tatsächlich vor Ort sein wird und ob die UNO Europa dabei die Führungsrolle überlässt."

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