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Rokos, Milan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Lidové noviny - Tschechien | 29.01.2015

Tsipras macht Putin zum Wahlsieger

Angesichts des Widerstands des neuen griechischen Premiers Alexis Tsipras gegen schärfere Russland-Sanktionen kann Wladimir Putin frohlocken, konstatiert die konservative Tageszeitung Lidové noviny und fragt nach den Gründen für Athens Haltung: "Griechenland könnte auf diese Weise danach streben, eine bessere Ausgangsposition für die Verhandlungen über die Abschreibung seiner Schulden zu bekommen. Brüsseler Quellen sagen, Athen könnte mit Sanktionen einverstanden sein, sollte Deutschland in der Schuldenfrage nachgeben. Schulden und Sanktionen gehören zwar nicht unmittelbar zusammen. Beide Dinge können sich aber beeinflussen. Die prorussische Haltung der griechischen Regierung ist angesichts früherer Aussagen von Tsipras keine allzu große Überraschung. Auch deshalb nannte die Zeitschrift Foreign Policy Putin den 'großen Sieger der griechischen Wahlen'. Es dauerte nach seiner Vereidigung als Premier nur wenige Stunden, bis Tsipras mit dem russischen Botschafter in Athen sprach, der ihm ein Glückwunschtelegramm Putins überreichte."

Lidové noviny - Tschechien | 12.03.2007

Das Ende der Ära Chirac

Ein Verteidiger, aber auch ein Blockierer Europas sei der französische Präsident Jacques Chirac gewesen, schreibt Milan Rokos über "einen der letzten Dinosaurier der europäischen Politik". Chiracs Verhalten Tschechien gegenüber beurteilt er ambivalent: "Zwar unterstützte er die Erweiterung der EU um die Länder Mittel- und Osteuropas. Als diese Neulinge sich aber in Sachen Irakkrieg auf die Seite der Amerikaner schlugen, ließ er sie arrogant wissen, sie hätten 'eine gute Möglichkeit zum Schweigen vertan'. Auch der Liberalismus, den die meisten Länder des 'Neuen Europa' vertreten, hat ihm nie besonders geschmeckt... Dennoch: Sein Nachfolger wird sich anstrengen müssen, um auf der Bühne der Weltpolitik genauso sichtbar zu sein wie er."

Lidové noviny - Tschechien | 08.12.2006

Die schwindende Bedeutung von Kriegsfotografen

Der mehrfach ausgezeichnete französische Fotograf Patrick Chauvel, der vor allem in Krisengebieten unterwegs ist, beklagt im Interview mit Milan Rokos den veränderten Umgang der Zeitungsredaktionen mit Vertretern seines Genres: "Die Zeitungen sind heute weniger anspruchsvoll und benötigen keine großen Fotografen mehr. Für sie ist es viel leichter geworden, an Fotos heranzukommen. In die Redaktionen gelangen große Mengen Bilder von Fotografen vor Ort. Die Redaktionen überlegen sich genau, ob sie es finanziell auf sich nehmen wollen, einen eigenen Fotografen nach Palästina schicken, wenn sie auf anderem Wege an Bilder kommen können." Chauvel räumt ein, dass Fotos zunehmend manipuliert werden. "Es gab den Fall des libanesischen Fotografen, der Fotos aus dem bombardierten Beirut mit Rauchsäulen unterlegte. Das war ein Mann, der Angst um sein Land hatte und aus dieser Emotion heraus handelte. Unsere einzige Chance ist jedoch unsere Vertrauenswürdigkeit... Wenn wir anfangen, solche Spiele zu spielen, ist es mit unserem Berufsstand vorbei."

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