Navigation

 
Wichtiger Hinweis:
Sie befinden sich im Archiv von euro|topics. Aktuelle Beiträge aus der europäischen Presseschau finden Sie unter www.eurotopics.net.

Home / Autorenindex


Riotta, Gianni


RSS Die Texte von "Riotta, Gianni" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Stampa - Italien | 12.09.2012

Für Gianni Riotta verdrängt die Furcht vor der Finanzkrise die Terrorangst

Bei der Gedenkveranstaltung zum elften Jahrestag der Terrorangriffe in New York standen am Mittwoch anders als im vergangenen Jahr keine Reden von Politikern auf dem Programm. Auch die Presse widmete dem 11. September nicht mehr die Titelseite, denn heute fühlen sich die Bürger weniger vom Terrorismus als von der Wirtschaftskrise bedroht, erörtert der Schriftsteller Gianni Riotta in der liberalen Tageszeitung La Stampa: "Heute flößt ein anderer Jahrestag mehr Angst ein: Der 15. September, an dem sich die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers zum vierten Mal jährt. Mit ihr begann laut vielen Experten die größte Wirtschaftskrise seit dem Börsenkrach von 1929. Von Terroristen geht weiter Gefahr aus, das wissen die Amerikaner. ... Doch der Homo Sapiens besitzt außerordentliche Gene, die ihn immer die nächstliegende Gefahr als die realste empfinden lassen. ... In den USA, aber auch in Europa und in Italien, ist die 9/11-Angst geringer als die Sorgen, die mit dem 15. September 2008 zusammenhängen. ... Die Auswirkungen der Krise bestimmen unsere Albträume weitaus häufiger als salafitische Terroristen, die mit Kalaschnikows in Höhlen sitzen."

La Stampa - Italien | 14.12.2011

Ausländermorde wegen Schuldenkrise

Ein mutmaßlicher Rechtsextremist hat am Dienstag in Florenz auf offener Straße zwei senegalesische Straßenverkäufer erschossen und sich anschließend selbst getötet. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Europas Schuldenkrise und dem Verbrechen, meint der Schriftsteller Gianni Riotta in der liberalen Tageszeitung La Stampa: "Der Zusammenhang mag auf den ersten Blick nicht offensichtlich sein. Doch jenseits der eleganten Diagramme der Ökonomen und der grimmigen Flugblätter rechtsextremer Gruppen stellt man fest, wie das Gift unserer Geschichte während der Rezession wieder aus dem Unbewussten hervortritt. In den wenigen Monaten der Euro-Debatte sind die schäbigsten Klischees aus unserer schlimmen Vergangenheit wieder aufgetaucht. Die Rezession erzeugt Wut, schrieb der Nobelpreisträger Paul Krugmann und warnte davor, dass die Feindseligkeit der Vorkriegszeit zurückkehren könnte. … Ich glaube nicht, dass die Geschichte sich wiederholt. Ich fürchte jedoch, dass in den wirtschaftlich harten Zeiten, die uns bevorstehen, die Schuld auf die Schwachen abgewälzt wird und dass die Abgrenzung zu allem Fremden ein weit verbreitetes Übel sein wird."

Il Sole 24 Ore - Italien | 31.01.2010

Freiheit im Internet erhalten

Manipulation und Zensur im Internet sind auf dem Vormarsch und gefährden die Freiheit im Netz, warnt die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Wir wissen nur zu gut, was wir für das Netz tun können: Wir können es von denjenigen befreien, die sich an den Ideen anderer bereichern, die die Debatte abtöten und die die Meinung anderer nicht tolerieren. ... Wenn es uns nicht gelingen sollte, den Kampf zu gewinnen, wenn das Recht des Stärkeren siegt, würde das nicht nur die Niederlage eines Berufszweigs oder einer Zeitung bedeuten, sondern das Ende der freien Debatte und der freien Ideen. Dies hätte einen Populismus zur Folge, in dem sowohl die Regierungen der postmodernen Demokratien als auch jener der autoritären Regime lernen würden, die Suchmaschinen nach ihrem Vorteil zu manipulieren, Mikroblogs zu ignorieren oder zu zensieren und die öffentliche Meinung auszulöschen. In den USA und in Europa, sowie in China und in Russland, sind derartige unheilvolle Anzeichen bereits zu beobachten."

Corriere della Sera - Italien | 31.07.2006

Wie weiter im Libanon nach dem Angriff auf Kana?

Gianni Riotta betrauert die toten Kinder von Kana und sieht die Verantwortung für dieses Drama bei der Hisbollah, die Israel in eine Falle locken will. "Die Führer sind verwirrt, die Diplomaten machtlos, die Beobachter arglos - jeder, der sich Illusionen über einen schnellen Frieden zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah gemacht hat, wird in Kana mit dem konfrontiert, was der russische Schriftsteller Wassili Grossman als 'grausame Realität des Krieges' bezeichnet... Die grausame Realität des Krieges ist, dass die Hisbollah - getreu den Lehren von Che Guevara, Meister der Guerilla - Israel in zehn, 100, 1000 Kanas verwickeln will. Im Juli 2006 bedeutet die grausame Realität des Krieges den Tod für libanesische Kinder, Terror für die israelischen Städte und das Ende eines prekären Gleichgewichts im Nahen und Mittleren Osten."

Corriere della Sera - Italien | 21.12.2005

Italien in der Krise

"Am 8. September 2001 hatten sich der Präsident der europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, und der Präsident der italienischen Notenbank, Antonio Fazio, getroffen. Ersterer war damals bereits aufgrund des rückläufigen Wirtschaftswachstums in Europa beunruhigt, während der Fazio euphorisch das Wirtschaftswunder in Italien beschwor. Heute verabschiedet man sich von Fazio und gibt Duisenberg Recht", konstatiert Gianni Riotta. "Die kleine antiquierte Welt des Antonio Fazio ist von den Kräften der Gegenwart umgestoßen worden. Trotz scheinbarer Allmächtigkeit... war die Weltsicht Fazios treuherzig, naiv und provinziell. Diese große und schreckliche Welt hat ihn hinweg gefegt und wird das Gleiche mit denjenigen tun, die sich Illusionen hingeben und 'auf italienische Art' leben zu können glauben... Europa, die Welt, die Weltwirtschaft sind nicht unsere Feinde, sie sind der Weg, um nicht - nach China - von weiteren Ländern überholt zu werden."

» Autorenindex


Weitere Inhalte