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Petráček, Zbyněk


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Lidové noviny - Tschechien | 06.08.2013

Monsterprozesse spalten die Gesellschaft

Der Prozess gegen angebliche Putschisten aus den Reihen der türkischen Armee soll zeigen, wer im Land das Sagen hat, urteilt die konservative Tageszeitung Lidové noviny: "Die türkische Armee ist keine Heilsarmee. Aber sie ist die Kraft, die seit 1923 den säkularen Charakter des Landes bewahrt hat. Viermal hat sie eine Regierung gestürzt, weil sie überzeugt war, dass diese den säkularen Charakter des Staates bedrohte - und damit auch die Verbundenheit mit dem Westen. Der islamischen Regierung Erdoğan stellte sie sich auf dem Weg zur Macht vor zehn Jahren allerdings nicht in den Weg. Weshalb muss die Armeespitze nun also bestraft werden? ... Monsterprozesse gegen die säkulare Opposition und ähnliche Schritte zeugen davon, dass die islamische Demokratie noch nicht reif genug ist, einen normalen Regierungswechsel zu ertragen, sondern dass sie alles Mögliche unternimmt, um an der Macht zu bleiben. Die Teilung der Gesellschaft wird so nicht überwunden."

Lidové noviny - Tschechien | 31.08.2012

Ägypten etabliert sich im Eiltempo als neue Macht

Mit der Teilnahme Mohammed Mursis am Gipfeltreffen der Blockfreien Staaten in Teheran hat erstmals seit 33 Jahren wieder ein ägyptischer Präsident Iran besucht. Die konservative Tageszeitung Lidové noviny spricht von einer geopolitischen Wende: "Aus den Enthüllungen auf Wikileaks ging 2010 hervor, dass arabische Länder wie Ägypten eher eine iranische als eine israelische Atombombe fürchteten. Arabische Führer forderten von den USA, die entsprechenden iranischen Einrichtungen zu zerstören. Jetzt scheint Mursi die 'schiitische Atombombe' nicht mehr zu fürchten. 2011, nach der ägyptischen Revolution, hieß es: Brecht nicht den Stab über Ägypten - die dortigen Islamisten beschränken ihre Macht auf die Innenpolitik und die Außen- und Verteidigungspolitik bleiben unter der Kontrolle der Armee. Jetzt führt Mursi vor, dass das auch anders sein kann. 2012 sehen wir, dass sich Ägypten machtpolitisch sehr viel schneller emanzipiert als über zehn Jahre hinweg die Türkei unter Erdoğan."

Lidové noviny - Tschechien | 13.06.2012

Russlands Opposition ist zu schwach

Die Parolen der russischen Regierungsgegner auf der Demonstration in Moskau sind für Präsident Wladimir Putin keine Bedrohung, urteilt die konservative Tageszeitung Lidové noviny: "Putin bezeichnet als 'unannehmbar, was das Land schwächt und die Gesellschaft spaltet'. Das Problem Russlands ist aber nicht, dass die Opposition die Gesellschaft spaltet. Es existiert überhaupt keine vernünftige Opposition. Welche Alternative bietet denn die Opposition auf den Demonstrationen? 'Wir bemühen uns in Ruhe, Russland von dem Usurpator zu befreien, der das Land ewig bestehlen will', sagt nicht etwa ein x-beliebiger Autobusfahrer, sondern der frühere Vizepremier [Boris] Nemzow [unter Boris Jelzin], ein Mann mit den Ambitionen eines Großmachtführers. ... Kann man gegen den Autokraten mit der Behauptung kämpfen, dass Putin stiehlt? ... Nein, auf diese Weise schlägt man Putin nicht."

Lidové noviny - Tschechien | 12.04.2011

Friedensplan für Libyen konnte nur scheitern

Die Hoffnungen auf einen Frieden in Libyen haben sich vorerst zerschlagen, nachdem die Aufständischen am Montag einen von Gaddafi akzeptierten Plan der Afrikanischen Union als unzureichend abgelehnt haben. Der Plan war nach Meinung der konservativen Tageszeitung Lidové noviny von vornherein zum Scheitern verurteilt: "Soll eine Lösung sinnvoll sein, dann muss es eine afrikanische oder arabische sein. Sollte der Westen das versuchen, würde man schnell von Imperialismus, Kolonialismus oder gar Kreuzzug reden. ... Der Plan der Afrikanischen Union konnte nicht funktionieren, weil zu Afrika beides gehört - die Rebellen, aber auch Gaddafi. Der Plan zielte darauf ab, dass Gaddafi nicht zurücktritt, sich aber mit den Aufständischen einigt. Wer aber würde auf einen solchen Plan Wetten abschließen? Der Afrikanischen Union bleibt aber nichts anderes übrig. Sie verfügt weder über eine Militärmacht noch über Geld. Und wenn sie doch Geld hat, dann stammt das von Gaddafi, dem Gründervater dieser Union."

Lidové noviny - Tschechien | 16.06.2009

Mehr Demokratie im Iran als erwartet

Die konservative Tageszeitung Lidové Noviny nimmt die Proteste in Teheran gegen Präsident Mahmud Ahmadinedjad zum Ausgangspunkt für folgende Überlegungen: "Dreißig Jahre lang haben wir den Iran als einen Staat religiöser Fanatiker gesehen, in dem Ajatollahs [religiösen Anführer] alles diktieren. In gewisser Weise ist Teheran selbst daran schuld. ... Doch dahinter versteckt sich die Tatsache, dass die Iraner in Wahlen über ihre Repräsentanten entscheiden. Das klingt banal, ist in der Region aber ein Luxus. Saudi Arabien oder Ägypten sind zwar Verbündete des Westens, den demokratischen Wettbewerb aber kennen sie nicht. Die iranische Opposition geht trotz Verbots auf die Straße. Könnte das auch in Saudi-Arabien Realität sein? Dort gibt es nicht einmal eine Opposition. ... Doch so sehr wir auch die islamische Demokratie begrüßen - das Problem besteht darin, dass auch die Demonstranten in den Straßen Teherans für die iranische Atombombe sind."

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