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Pawlicka, Aleksandra


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Newsweek Polska - Polen | 26.11.2015

PiS schaltet Verfassungsgericht gleich

Das polnische Parlament hat am Mittwoch die Wahl von fünf Verfassungsrichtern im vergangenen Oktober für ungültig erklärt. Damit hat die Regierungspartei PiS alle entscheidenden Positionen der Gesetzgebung unter ihrer Kontrolle, schreibt das linksliberale Magazin Newsweek Polska: "Die PiS hat bereits die absolute Mehrheit im Parlament, über die seit 1989 noch keine Partei verfügt hat. Und sie stellt den Präsidenten, der nahezu ohne Vorbehalte im Prinzip alle Gesetze unterschreibt. Hier war das Verfassungsgericht noch die letzte Hürde vor der vollständigen Vereinnahmung der Gesetzgebung in Polen durch die Partei. Bis dato hätte man es noch anrufen können, wenn unter dem Diktat der PiS das Recht dafür missbraucht wird, um die Demokratie zu demontieren. Jetzt, wo die PiS selbst die Mehrheit der Zusammensetzung des Gerichts bestimmen kann, ist es kein Hüter des Rechts und der Verfassung mehr. Es ist vielmehr ein weiteres Rädchen in der Machtmaschine, die in der Nowogrodzka [Parteisitz der PiS] betrieben wird."

Newsweek Polska - Polen | 01.08.2014

Polen ist ein fundamentalistischer Staat

In Polen sorgt der Vorschlag des Verfassungsrechtlers Wiktor Osiatyński für Diskussionen, den Staatskirchenvertrag abzuschaffen, den Polen 1993 mit dem Vatikan geschlossen hat. Vor einigen Tagen hat Osiatyński in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Newsweek Polska die daraus resultierenden Privilegien der Kirche kritisiert, nun erhält er dort Rückendeckung: "Die Kirche droht den Abgeordneten mit Exkommunizierung, wenn sie für ein Gesetz stimmen, das die künstliche Befruchtung regelt. ... Und sie greift die Genderwissenschaften an, welche die patriarchalischen Strukturen in Frage stellen, die wiederum das Wesen der Kirche sind. Das alles sollen keine Privilegien sein? Osiatyński hat Recht, wenn er sagt, dass wir nur einen Schritt von einem religiösen Staat entfernt sind. In Polen gibt es alles, was es in einem fundamentalistischen Staat auch gibt - nur mit dem Unterschied, dass wir noch darüber sprechen dürfen."

Newsweek Polska - Polen | 23.09.2013

Franziskus' revolutionäre Worte an Homosexuelle

Papst Franziskus hat in einem Interview mit der Jesuiten-Zeitschrift La Civiltà Cattolica betont, dass eine moralische Verurteilung etwa von Homosexuellen durch die Kirche nicht in Ordnung sei. Es dürfe keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben. Das ist eine geistliche Revolution, jubelt das Nachrichtenmagazin Newsweek Polska: "Die Worte von Franziskus sind wie Regen in einem Land, das von einer lange andauernden Dürre erfasst war. Tausende Katholiken sagen nun mit Erleichterung 'endlich', nachdem sie dies gehört haben. Endlich ist ein Homosexueller vor allem ein Mensch. ... Papst Franziskus hat den kirchlichen Diskurs auf den Kopf gestellt. Der Mensch ist wichtiger als die Sünde. Das Verzeihen hat mehr Gewicht als die Verdammung. Jesus ist wichtiger als der Teufel. ... Interessant wird sein, wie die Bischöfe, Pfarrer, Geistlichen und Religionslehrer darauf reagieren, die bislang immer gerne mit den Worten 'Sünde' und 'Verurteilung' in ihren Aussagen jongliert haben."

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