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Pàmies, Sergi


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Libération - Frankreich | 06.12.2007

Sergi Pàmies über katalanische Literatur

Der Schriftsteller Sergi Pàmies hat sich mit Natalie Levisalles über den Sprachenstreit in Katalonien unterhalten. Pàmies schreibt seine Bücher auf katalanisch, Artikel aber in Spanisch. "Man kann spanisch sprechender Katalane sein, aber man auch katalanisch sprechen, ohne Katalane zu sein. Mir gefällt die Vorstellung, dass die Nationalität nichts darüber sagt, in welcher Sprache man schreibt. Dennoch sollte man wissen, dass das Katalanische eine der großen europäischen Sprachen ist, mit einer eigenen Geschichte und einer eigenen Literatur... Man sollte nicht ungerecht sein. Ungerecht wäre es, wenn man katalanische Schriftsteller wie Mendoza, Vila-Matas, Vasquez Montalban, Carlos Ruiz Zafon, die in Barcelona leben, aber auf Spanisch schreiben, nicht als herausragende Vertreter der katalanischen Kultur begreifen würde. Umgekehrt wäre es ungerecht zu vergessen, dass diese großartige europäische Sprache große Schriftsteller wie Josep Pla oder Quim Monzó hervorgebracht hat."

La Vanguardia - Spanien | 21.09.2007

Lob auf den Kulturtourismus

"Vor kurzem war ich im Pariser Louvre und konnte mich einem oft verachteten Zeitvertreib hingeben: dem Kulturtourismus", berichtet Sergi Pàmis, der sich in die Besucherscharen unterwegs zur Mona Lisa von Leonardo da Vinci gemischt hat. "Auf einmal ist die Luft wie zum Schneiden. Wie in die Metro zur Hauptverkehrszeit versuche ich in diesen Saal zu kommen, in dem jenes ach so wunderbare Bild ausgestellt ist. Dort ist der Enthusiasmus kaum zu bremsen. Es fehlt nicht viel und wir machen alle die La-Ola-Welle... 'Da ist sie', schreien Leute in allen Sprachen. Es ist egal, ob sie weit weg ist, geschützt durch eine Scheibe, die mehr verspiegelt als Nuancen zeigt. Es ist egal, ob man dich schubst oder auf deinen Füßen steht. Die allgemeine Euphorie hat nichts Elitäres mehr: Es ist die ungebremste Demokratisierung der kulturellen Ikonografie, bei der mit allen Regeln der Höflichkeit gebrochen wird."

La Vanguardia - Spanien | 14.09.2007

CDs als Vogelscheuchen

"Wir feiern den 25. Jahrestag der ungemein nützlichen Erfindung der CD. Doch der irreversible Prozess ihres Verschwindens hat bereits begonnen, ihre Tage sind gezählt", bedauert Sergi Pàmies, der kürzlich entdeckt hat, wie sich CDs wiederverwenden lassen. "Ich habe beobachtet, wie in diversen Gärten CDs an Nylonfäden in Bäumen und auf Balkonen hingen. Sie gruppierten sich zu niedlichen mobilen Skulpturen... Man hat mir gesagt, das diene zum Verscheuchen der Vögel, die sich auf den Bäumen oder Balkonen niederlassen wollten... Aufgehängte CDs reflektieren die Sonnenstrahlen und sind ebenso wirkungsvoll wie die Vogelscheuchen, die wir in unserer Kindheit gebaut haben. Aufgehängte Musik hat also eine leuchtende Zukunft. Die Frage ist nur, welche Musik die Vögel besser abschreckt: die Lieder von Alejando Sanz oder die von David Bisbal?"

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