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Machalicka, Jana


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Lidové noviny - Tschechien | 14.10.2015

Schüler müssen zum Lese-Glück gezwungen werden

Pflichtliteratur wird bei Tschechiens Schülern laut Umfragen in sozialen Netzwerken immer unbeliebter. Viele fordern ihre generelle Abschaffung. Die konservative Tageszeitung Lidové noviny fordert mehr Anstrengungen von Eltern und Lehrern, um den jungen Menschen ihr nationales Erbe näherzubringen: "Die leidenschaftliche Debatte erinnert an revolutionäre Architekturstudenten, die 1989 die Abschaffung von Physik verlangten, weil das zu schwer für sie sei und ohnehin nie gebraucht werde. Nun sind es Bücher, die angeblich langweilig und uninteressant seien. ... Das Problem ist nicht, dass die klassische tschechische Literatur langweilig ist, sondern dass sie von Schülern gelesen werden soll, die dazu intellektuell noch nicht in der Lage sind. Wir brauchen andere Methoden, um die Kinder an diese Werke heranzuführen, die nun einmal zur Bildung und zur Herausbildung einer nationalen Identität dazu gehören. ... Angeblich wollen die Schüler Unterhaltsameres lesen. Na logisch, die Hälfte der Schüler würde am liebsten gar nicht erst in die Schule gehen, sondern bestenfalls nur im Internet surfen."

Lidové noviny - Tschechien | 22.04.2015

Tschechische Flüchtlings-Kommentare zum Kotzen

Auf tschechischen Internetseiten häufen sich peinliche Kommentare zu den Flüchtlingsdramen im Mittelmeer, bemerkt die Feuilleton-Redakteurin Jana Machalicka in der konservativen Tageszeitung Lidové noviny: "Liest man die Debatten unter den Artikeln großer Zeitungen und Onlineportale, dann sind wir ein Volk ekelhafter und primitiver Rassisten und Fremdenfeinde. Was sich in diesem medialen Raum straflos abspielt, dreht einem den Magen um. Die große Mehrheit ist sich über die Toten im Mittelmeer einig: Wenigstens sind sie auf diese Art nicht bis zu uns gekommen. Keiner fragt, weshalb wir uns nicht schämen, wenn der Tod dieser verzweifelten Menschen begrüßt wird. Wie hätte es diesen Dummköpfen wohl gefallen, wenn man ihnen vor 1989 vorgeworfen hätte, sie wollten nur am Reichtum des Westens partizipieren und vor allem stehlen? ... Ein Teil dieser beschämenden Aussagen erfüllt gleich mehrere Straftatbestände. Es graust mir, solche Mitbürger zu haben."

Lidové noviny - Tschechien | 09.03.2009

Tschechen müssen für große Kunst ins Ausland reisen

Wien, Berlin, München oder Frankfurt seien die großen Adressen für bedeutende Kunstausstellungen und damit auch für kunstsinnige Tschechen, beklagt die konservative Tageszeitung Lidové Noviny das vergleichsweise dürftige Angebot im eigenen Land. "Die österreichische Kultur steht finanziell besser da als die unsere und konnte sich entwickeln, ohne einem kommunistischen Regime ausgesetzt gewesen zu sein. Dennoch ist es sehr schade, dass sich keine tschechische Institution findet, die ähnliche Ausstellungen auf die Beine stellen würde. Dabei finden sich sowohl in den öffentlichen Sammlungen als auch an den Aufbewahrungsorten genügend Schätze. Somit könnten auch bei uns große Projekte entstehen. ... Das kann natürlich teuer werden, aber es sollte bei guten internationalen Beziehungen kein Problem sein, sich die Kosten zu teilen. Man könnte entsprechende Ausstellungen in den Häusern zeigen, die sich an ihnen beteiligen. Aber wie es scheint, interessiert sich auch im Ausland niemand dafür, was die Tschechen ihrerseits jenseits der Grenzen anbieten könnten."

Lidové noviny - Tschechien | 27.08.2007

Streit um neues Theaterstück von Václav Havel

Der tschechische Dramatiker und Ex-Präsident Václav Havel hat nach zwanzig Jahren Pause wieder ein Theaterstück geschrieben. Die geplante Uraufführung am rennomierten Nationaltheater in Prag steht nun in Frage, denn das Theater lehnte sowohl den von Havel bevorzugten Regisseur als auch die Besetzung der weiblichen Hauptrolle ab. Die sollte Havels Ehefrau Dagmar Havolová, eine bekannte Theaterschauspielerin, spielen. Havel betonte, er habe diese Rolle seiner Frau auf den Leib geschrieben und bestehe darauf, dass sie sie auch spielt. Für Jana Machalická ist der Zank um die Inszenierung ein Paradebeispiel für tschechische Kleingeistigkeit. "Das Stück wurde schon in mehrere Weltsprachen übersetzt, in England haben zwei und in den USA drei große Theater Interesse an der Uraufführung bekundet. Bei uns aber wird so lange gefeilscht, bis der Autor genug hat. Das Nationaltheater hätte ohne Zögern zugreifen müssen. Das Theater um die Inszenierung ist unwürdig."

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