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Król, Marcin


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Dziennik Gazeta Prawna - Polen | 24.11.2015

Bloß nicht einschüchtern lassen

Terror wird es immer geben, trotzdem muss Europa Ruhe bewahren, fordert der Philosoph Marcin Król in der konservativen Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna: "Die Terroristen hatten zwischendurch zwar lange nicht zugeschlagen. Doch hatten sie das nicht deswegen gemacht, weil unsere europäischen Sicherheitsdienste so toll gearbeitet haben, sondern weil sie nach dem Tod von Osama bin Laden angeschlagen waren. Jetzt gibt ihnen der Islamische Staat Rückendeckung. ... Grundsätzlich ist niemand vor den Anschlägen der Terroristen sicher. Wir sollten uns aber nicht davon einschüchtern lassen. Und die Politiker müssen endlich in größeren Kategorien denken und langfristig nach vorne schauen. Wenn man die liberalen europäischen Freiheiten nun beschneidet, dann hätten die Terroristen oder andere Feinde der Demokratie wie Putin doch ihre Ziele erreicht. Der Anschlag von Paris ist zwar mit Sicherheit eine Tragödie, doch müssen wir die Verhältnismäßigkeit wahren."

Dziennik Gazeta Prawna - Polen | 30.08.2013

Marcin Król über den Unsinn von Parteien in einer Demokratie

Die polnische Regierung wird derzeit heftig für die geplante Rentenreform kritisiert, doch auch die Opposition hat bislang keinen Alternativvorschlag präsentiert. Es ginge ohnehin auch ohne Parteien, glaubt der polnische Philosoph Marcin Król in einem Gastbeitrag für die konservative Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna: "Man kann ohne Risiko behaupten, dass eine gute Demokratie gar keine Parteien benötigt. Denn wozu sind sie überhaupt nützlich? Doch nur dazu, dass sie überall Wahlen organisieren. Obwohl wir Parteien etwa in den Gemeinden oft gar nicht brauchen. ... Derzeit ist es zwar nicht möglich, die Parteien einfach abzuschaffen. Doch es gibt einige sinnvolle Vorschläge, die auf ihre Umsetzung warten. Einer könnte eine Art gemäßigter Anarchismus im libertären Sinne sein: Die Rolle des Staats wird radikal begrenzt und er gibt den Großteil seines Einflusses an die lokalen Entscheidungsträger ab. ... Eine andere Möglichkeit wäre, eine Armee an fachlich versierten Beamten aufzustellen. Sie könnten auf der Grundlage von Entscheidungen arbeiten, die Politiker treffen, die im Rotationsprinzip ausgetauscht werden."

Fakt - Polen | 21.01.2010

Marcin Król über Intellektuelle als Träger des Polentums

Polen braucht intellektuelle Eliten aus Künstlern, Schriftstellern und Journalisten, um das Polentum zu pflegen, meint der polnische Philosoph und Historiker Marcin Król in seiner Kolumne der Boulevardzeitung Fakt. Außerdem vermitteln sie der Gesellschaft Ideale und dienen als Vorbild: "Die Aussagen, die Intellektuellen seien nicht mehr notwendig ..., weil nur Fachleute und Experten eine wichtige Rolle spielten, ist gefährlich für das öffentliche Leben. ... Wenn man die Rolle der intellektuellen Elite vernachlässigt, dann schenkt man auch der Frage keine Beachtung, wer wir eigentlich als nationale Gemeinschaft sind. Wenn wir keine Intelligenz haben, dann haben wir auch keine Vorbilder mehr. ... Es wäre besser, wenn die Regierenden und die Polen verstehen würden, dass Polen ohne die Intellektuellen ... wie ein Ei ohne Eigelb ist. Als wäre ihm das Herz herausgerissen - und das ist immer der Beweis für das Polentum gewesen ist. Das Polentum hat sich immer auf die intellektuelle Elite konzentriert. In dem Moment, wo die Intellektuellen verschwinden, verlieren wir den Schatz, den das Polentum nun einmal darstellt. Und eine andere Identifikation haben wir einfach nicht."

Dziennik Gazeta Prawna - Polen | 20.07.2009

Leszek Kołakowski hat eine ganze Generation geprägt

Die Tageszeitung Dziennik schreibt einen Nachruf auf den am Freitag verstorbenen Philosophen und Philosophiehistoriker Leszek Kołakowski: "Es gibt keinen Menschen, der einen größeren Einfluss auf unsere Generation ausgeübt hätte als Leszek Kołakowski, und ich hoffe, dass er diesen Einfluss noch über viele Jahrzehnte beibehalten wird. Seine Ansichten betrafen zwei ungewöhnlich wichtige Angelegenheiten: Die Kritik des Marxismus ... und die Beziehungen zwischen Glauben und Verstand. ... Sein wichtigstes Werk bleibt natürlich die monumentale Geschichte des Marxismus, über die er schon zu Beginn seiner intellektuellen Karriere geschrieben hat. Von Anfang an war er vom theologischen Gedanken fasziniert - sogar dann, wenn man diesen kritisieren musste."

Dziennik Gazeta Prawna - Polen | 01.12.2006

Marcin Krol für den Ausschluss der LPR aus Polens Regierung

Die ultrarechte Liga Polnischer Familien (LPR) ist seit Mai 2006 mit zwei Ministern in der Regierung in Warschau vertreten. Der Publizist und Philosoph Marcin Król ist der Meinung, dass extreme Parteien wie die LPR in Europa von der Macht fern gehalten werden sollten. "Polen - oder vielmehr die Regierungspartei PiS - verstößt gegen das wichtigste Ziel der Demokratie: Stabilität und Vorhersehbarkeit. Es geht nicht darum, dass die LPR oder andere ähnliche Parteien Polen 'faschistisch' machen könnten, denn das ist sehr unwahrscheinlich. Es geht eher um die ungeschriebene internationale Regel der demokratischen Welt, die sich auf politische Ausgeglichenheit und das Freundschaftsprinzip zwischen Völkern stützt... Man muss in einer Demokratie Kompromisse schließen... Aber nicht mit radikalen Parteien."

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