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Grajewski, Andrzej


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Gość Niedzielny - Polen | 15.12.2015

EU-Kritik an Polen ist Neokolonialismus

Die polnische Regierungschefin Beata Szydło hat am Montag den EU-Parlamentsvorsitzenden Martin Schulz aufgefordert, die Polen um Entschuldigung zu bitten. Dieser hatte zuvor gesagt, was sich derzeit in Polen abspiele, habe "Staatsstreich-Charakter". Das katholische Portal Gość Niedzielny hält diesen Protest von Szydło für überfällig: "Heutzutage reagiert Brüssel auf jede Regierung allergisch, die zuhause versucht Ordnung zu schaffen. Irgendwann hat sie sich auch einmal so gegenüber der Führungsriege von Orbán verhalten. Polen hatte sich zwar an diesem Kesseltreiben nicht beteiligt, den ungarischen Premier aber auch nicht unterstützt. Dies war ein Fehler. Man muss diesen unverschämten westlichen Politikern, die so von sich eingenommen sind, zu verstehen geben, dass bestimmte Formulierungen einfach nicht erlaubt sind. Sie behandeln Mitteleuropa wie eine Kolonie, die auf Kredit gnädigerweise in der EU aufgenommen wurde. Und in Mitteleuropa wollen sie ihre Auffassung von Zivilisation und Kultur durchsetzen."

Gość Niedzielny - Polen | 27.08.2014

Lukaschenko sticht Polen als Vermittler aus

Freuen kann sich nach der Zusammenkunft in Minsk allein der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko, denn der hat nun Polen als Vermittler im Ukraine-Konflikt abgelöst, resümiert auf dem nationalreligiösen Nachrichtenportal Gość Niedzielny enttäuscht der Politologe Andrzej Grajewski: "Das Treffen hat gezeigt, dass Kiew allein zurechtkommen muss. Der Schlüssel für die Lösung des Konflikts liegt nach wie vor beim Kreml, das haben die Gespräche noch einmal bestätigt. ... Immerhin der Gastgeber kann auf jeden Fall einen Erfolg für sich verbuchen. Präsident Lukaschenko, den wir abfällig 'Väterchen' nennen, hat sich wieder einmal als pfiffiger erwiesen, als viele gedacht hatten. Früher hat man ihn als Politiker in die Ecke gestellt, mit dem man nicht reden darf. Nun bittet er selbst die EU-Diplomaten an den Gesprächstisch mit Moskau. Ich erinnere noch einmal ausdrücklich daran, dass eigentlich wir Polen die Vermittler sein sollten."

Gość Niedzielny - Polen | 29.10.2013

Andrzej Grajewski über Mazowieckis Verdienst für die Demokratie

Tadeusz Mazowiecki, 1989 erster nichtkommunistischer Premier Polens, ist am Montag im Alter von 86 Jahren verstorben. Andrzej Grajewski vom nationalreligiösen Portal Gość Niedzielny würdigt Mazowieckis Lebenswerk: "Wenn ich mit einem Wort seinen Politikstil charakterisieren soll: Er war ein vorsichtiger Politiker. ... Das hat ihm ermöglicht, neue Institutionen zu etablieren. Dabei konnten die Elemente des alten Systems langsam mit der neuen Ordnung verwachsen. Sein Handlungsspielraum war nicht groß - und zwar besonders am Anfang seiner Regierungszeit. Denn der Präsident hieß Jaruzelski, das wichtige Innenministerium leitete der Kommunist Kiszczak, und dem Verteidungsressort stand Siwicki vor. Das Sowjetimperium war nämlich gerade dabei, zu verfaulen. Und niemand konnte seinen schnellen Untergang vorhersagen. ... Mazowieckis Worte vom 'Schlussstrich' [den seine Regierung unter die Vergangenheit setzte] sind nur falsch interpretiert worden. Und zwar dahingehend, dass alle Vertreter des alten Systems straffrei ausgehen sollten. ... Seiner Ansicht nach sollte man ein Land nicht mit einem einmaligen Rechtsakt ändern können, sondern nur durch einen längeren Prozess, in dem die neuen die alten Institutionen ablösen."

Gość Niedzielny - Polen | 22.10.2013

Katyn-Opfer werden noch Gerechtigkeit erfahren

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am Montag die Klagen der Hinterbliebenen des Massakers von Katyn weitgehend abgewiesen und Russland von dem Vorwurf entlastet, durch die unterlassene Verfolgung der Morde die Rechte der Opfer und ihrer Angehörigen verletzt zu haben. Damit revidierte der Gerichtshof aus formalen Gründen ein anderslautendes Urteil aus dem vergangenen Jahr. Für das nationalreligiöse Portal Gość Niedzielny ist die Angelegenheit noch nicht ad acta gelegt: "Dies ist nicht das letzte Urteil, das in dieser Frage gesprochen wurde. Der derzeitige Stillstand rührt daher, dass es in Russland nie zu einer moralischen, rechtlichen und politischen Bewertung des Kommunismus gekommen ist. Wir haben folglich keine andere Möglichkeit, als immer wieder geduldig die internationale Öffentlichkeit zu informieren. Wir müssen ständig von Russland die Herausgabe weiterer Dokumente verlangen und betonen, dass diese Frage für das polnisch-russische Verhältnis wichtig ist. Und dafür sorgen, dass auch auf der russischen Seite dafür ein Bewusstsein entsteht. Nichts in der Geschichte ist unabänderlich."

Gość Niedzielny - Polen | 14.02.2013

Kirche braucht weiterhin starken Papst

Benedikt XVI. hat am Mittwoch vermutlich seine letzte öffentliche Messe als Papst zelebriert. Sein frühzeitiger Rücktritt könnte als Präzedenzfall auch seinen Nachfolger unter Druck setzen, das Amt nicht mehr lebenslang auszuüben, fürchtet das nationalreligiöse Nachrichtenportal Gość Niedzielny: "Wir leben in unruhigen Zeiten. Schon heute sind die Christen die weltweit meistverfolgte Gruppe. Und nichts weist darauf hin, dass sich an dieser Bedrohung bald etwas ändern wird. Dazu kommt der Medienterror derjenigen, die keinen Zugang zur Kirche haben. Ihr Einfluss auf die öffentliche Meinung wird immer größer. Dabei sind sie intolerant. Jedem, der die moralische Werte hochhält, heften sie das Etikett eines Konservativen oder Ewiggestrigen an die Stirn. Die Medien werden diesen Präzedenzfall mit Sicherheit dazu benutzen, uns auch während des nächsten Pontifikats davon zu überzeugen, dass wir wieder einen neuen, 'besseren' Papst brauchen. Deswegen benötigt die Kirche unbedingt ein starkes Papstamt."

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