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Finkielkraut, Alain


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Monde - Frankreich | 04.10.2006

Die Redeker-Affäre und die Meinungsfreiheit

Die Tageszeitung veröffentlicht einen Aufruf zugunsten von Robert Redeker, der von rund 20 Prominenten, darunter Alain Finkielkraut und André Glucksmann unterzeichnet ist. "Eine handvoll Fanatiker hetzt gerade mit vermeintlichen religiösen Gesetzen, um – in unserem Land – unsere grundlegenden Freiheiten in Frage zu stellen. Diese Drohung gesellt sich zu dem Wispern, das hier und da in Europa zu hören ist, man solle von nun an 'Provokationen' vermeiden, um nicht fremde Empfindungen zu verletzen... Die Zeiten werden wieder hart in Europa, und daher ist jetzt Mut gefragt. Deshalb appellieren wir feierlich an die Regierung, nicht nur Robert Redeker und die Seinen weiterhin zu schützen, so wie sie es jetzt tut, sondern sich mit einer starken politischen Geste zu verpflichten, sich um sein materielles Wohlergehen so lange zu kümmern, wie er sich in Gefahr befindet. So wie es die englische Regierung für Rushdie getan hat."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 09.05.2006

Europa feiern?

In einer Sonderbeilage der Zeitung erklärt der französische Philosoph Alain Finkielkraut Jürg Altwegg im Interview, warum er gegen einen Beitritt der Türkei zur EU ist: "Die Kritiker eines Beitritts der Türkei begehen eine Blasphemie gegen die Religion der Menschenrechte. Das hält man für gefährlich. Ich denke anders, und ich tue dies unter dem Einfluss der mitteleuropäischen Dichter und Denker, die mir die wertvollen und bedrohten Schätze der europäischen Kultur erschlossen haben. Der Preis des Unheils, den Europa über das zwanzigste Jahrhundert gebracht hat, darf nicht seine Unbestimmtheit sein, nicht ein Verzicht auf jede Grenze. Die Vergangenheit ist nicht nur abschreckendes Beispiel. Wer sich dem Besten seiner eigenen Tradition verpflichtet und in ihrem Sinne handelt, ist kein schlechter Mensch. Die scheinbar so generöse Religion der Menschenrechte vergisst, daß die Verbrechen von Auschwitz keineswegs die ganze Welt betreffen."

Libération - Frankreich | 09.02.2006

Alain Finkielkraut über religiösen Hass

"Nun sind wir mit der weltweiten Verbreitung von Hass konfrontiert", schreibt der französische Philosoph Alain Finkielkraut. "Ein unerwarteter Gast hat sich beim Bankett-ohne-Grenzen eingestellt: nach den Ärzten, Apothekern, Krankenschwestern, Anwälten und Reportern ist nun die Zeit für die Fanatiker ohne Grenzen gekommen... Nur die allerwenigsten unter denjenigen, die von Pakistan bis Algerien gegen die in der Kopenhagener Tageszeitung 'Jyllands-Posten' erschienenen Karikaturen protestieren, können Dänemark auf einer Landkarte verorten. Aber was zählt schon die Geografie! In Zeiten des Internets sind alle überall, wir sind alle Engel. Das ist ja das Schreckliche." Finkielkraut erinnert im Weiteren daran, dass "diejenigen, die die Meinungsfreiheit bekämpfen, weil sie Respekt für ihren Glauben verlangen, den Glauben der anderen verachten und sie das auch sehr deutlich wissen lassen."

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