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Condijts, Joan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


L'Echo - Belgien | 28.09.2015

Pakt mit Assad ist effizienteste Lösung

Die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Barack Obama, treffen sich am heutigen Montag zu einem Gespräch über eine mögliche Allianz mit Syriens Präsident Baschar al-Assad. Will der Westen die Gewalt in Syrien beenden und die IS-Miliz aufhalten, ist ein Pakt mit dem syrischen Despoten ratsam, meint die liberale Wirtschaftszeitung L'Echo: "Hunderttausende fliehen vor dem Krieg zwischen der amtierenden Regierung, den Gegnern des Regimes und den Waffen des sogenannten Islamischen Staats. Sie fliehen vor dem Krieg, der an den Grenzen Europas und im Inneren des Kontinents eine humanitäre Krise ausgelöst hat. Derweil hat sich Russland für ein Lager entschieden und stattet Baschar al-Assad militärisch aus. Um aus der Sackgasse herauszukommen, scheint es nach vier Jahren Stillstand der effizienteste Weg zu sein, den syrischen Despoten - ganz zynisch - zu unterstützen."

L'Echo - Belgien | 26.02.2015

Junckers Energieunion ist alter Hut

Die EU-Kommission hat am Mittwoch in Brüssel ein Strategiepapier für eine gemeinsame Energieunion vorgelegt. Durch eine stärkere Verzahnung der Netze will Europa Milliarden sparen und sich unabhängig von Gasimporten machen. Eine altbekannte Idee, langweilt sich die Wirtschaftszeitung L'Echo, nur die Umsetzung wird scheitern: "Es geht also um die Politik, die Europa seit zwei Jahrzehnten betreibt - mit dem einzigen Unterschied, dass Juncker sie nun beschleunigen will. Der Haken an der Sache? Eine Politik zu beschleunigen, die nicht funktioniert, weil die Preise nicht gefallen sind - das kann höchstens zu einem schnelleren Scheitern führen. Die astronomischen Kosten für die Investitionen in Energienetze werden durch die erhofften 'Gewinne' nicht ausgeglichen. Wird es überhaupt Gewinne geben? Wenn der Preis und somit die Wettbewerbsfähigkeit wirklich die Ziele von Juncker sind, muss der Kommissionspräsident dort ansetzen, wo der Preis für die Energie bestimmt wird: bei der Produktion, wozu neben der Struktur des Markts auch technologische Innovationen zählen."

Le Soir - Belgien | 01.11.2011

Atomausstieg in Belgien fauler Kompromiss

Belgien will ab 2015 aus der Atomkraft aussteigen. Darauf einigte sich die künftige Regierungskoalition in Belgien unter dem wallonischen Sozialdemokraten Elio di Rupo am Sonntag bei ihren Verhandlungen und bestätigte damit ein Gesetz von 2003. Dafür wurde es auch Zeit, meint die Tageszeitung Le Soir, ist aber skeptisch, ob der Ausstieg wirklich kommt: "Toll. Über 3.000 Tage nach der Verabschiedung erfährt der Bürger, dass der Text 'beibehalten' wird. Und was steht drin? Nur zur Erinnerung: Das Gesetz sieht die schrittweise Abschaltung der sieben belgischen Reaktoren zwischen 2015 und 2025 vor. Die ersten drei sollen 2015 vom Netz gehen. Doel 1 und 2 sowie Tihange 1 werden also in vier Jahren schließen. Oder auch nicht. ... Die Planung könnte entsprechend den Ergebnissen einer Studie, einer von sehr vielen zu diesem Thema, die noch angefertigt werden muss, noch einmal revidiert werden. ... Das 'Abkommen' vom Sonntagabend riecht nach politischer Rhetorik und faulem Kompromiss. Nach acht Jahren weiß Belgien immer noch nicht genau, wie seine energiepolitische Zukunft aussehen soll."

Le Soir - Belgien | 13.10.2009

Verschiebung des Atomausstiegs ist richtig

Die Tageszeitung Le Soir hält es für richtig, dass Belgien zunächst weiter auf Atomenergie setzt: "Die Vereinbarung über die Verschiebung des Atomausstiegs ist eine gute Sache. Weil drei Expertengruppen aus verschiedenen Bereichen im Abstand von mehreren Jahren wiederholt haben, dass die atomare Option erhalten bleiben muss und dass sie sich in eine vielgestaltige Produktion integriert, welche für die Energiesicherheit des Königreichs sorgt. ... Auch weil die Versuche, die darauf abzielten, das faktische Monopol des [belgischen Energieversorgers] Electrabel zu brechen, nicht den gewünschten Erfolg hatten. ... [Der Mutterkonzern] GDF Suez muss seinen atomaren Kuchen jetzt teilen. Zugunsten des Staates und der Bürger, welche die Früchte der bewilligten kostspieligen Bemühungen ernten werden, mit denen man die Atomkraftwerke schnell amortisieren will."

Le Soir - Belgien | 04.09.2007

Skepsis gegenüber der Fusion von GDF und Suez

Joan Condijts überlegt, welche Folgen die Fusion für Belgien hat. "Der französische Präsident hat Electrabel verstaatlicht. Oder fast. Das ist allerdings sein Recht: Bei der Fusion von Gaz de France mit Suez, dem Mutterkonzern des belgischen Energieversorgers Electrabel, hat sich der Elysée-Chef einen Anteil von 35 Prozent am neuen Konzern gesichert. Das ist, ich wiederhole, sein Recht. Seine Beweggründe sind trotzdem verwerflich. Frankreich hat nationalistisch gehandelt. Der italienische Energiekonzern Enel hat mit feindlicher Übernahme (mit französischer Hilfe) von Suez gedroht. Da ist dem Elysée glatt die Spucke weggeblieben... Der blau-weiß-rote Patriotismus läuft also auf die Verstaatlichung des schwarz-gelb-roten Gases und der Elektrizität hinaus... Los Belgier, schnell eine Regierung bilden und eine Energiepolitik entwerfen..."

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