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Bremmer, Ian


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El País - Spanien | 07.01.2016

Ian Bremmer trauert um die Achse USA-Europa

Die schwindende Bedeutung der Allianz zwischen den USA und Europa wird 2016 deutlich hervortreten, fürchtet Politologe Ian Bremmer in der linksliberalen Tageszeitung El País: "Die Differenzen zwischen den USA und Europa werden sich dieses Jahr an den Themen Ukraine und Syrien zeigen. Die USA werden an ihren Prinzipien festhalten: Sie werden die Sanktionen gegen Russland beibehalten, bis sich die Ukraine von Putin befreit, und auf dem Sturz von Assad bestehen. Die Europäer, die direkt von den beiden Krisen betroffen sind, werden auf Pragmatismus setzen. Die EU wird die Sanktionen gegen Russland sicherlich lockern und sich in Syrien einen Feind nach dem anderen vornehmen. Dass die transatlantischen Beziehungen an Bedeutung verlieren, heißt auch, dass es in Zukunft nicht mehr so wichtig ist, dass die USA und Europa untereinander viel mehr Gemeinsamkeiten teilen als mit China. Wirtschaftliche Faktoren wiegen mehr als gemeinsame Werte. Das ist schade um eine Allianz, die trotz aller Mängel mehr als jede andere Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit gefördert hat."

El País - Spanien | 18.08.2014

Wehe, wenn China sich mit Russland verbündet

Eine Einmischung Chinas in den Konflikt zwischen dem Westen und Russland fürchtet US-Politologe Ian Bremmer in der linksliberalen Tageszeitung El País: "Der Westen muss die verbesserten Beziehungen zwischen China und Russland genau beobachten. … In China herrscht genug Abneigung gegenüber dem Auftreten des Westens, um den Russen in der Not beizustehen. Noch gefährlicher wäre es, wenn das umfangreiche neue Reformprogramm Chinas für so viel internen Aufruhr sorgen würde, dass Peking absichtlich Streit mit anderen Ländern sucht, um so sein Volk wieder hinter der Regierung zu vereinen. In diesem Fall würde Japan die leichteste Zielscheibe bieten: Zum einen, weil es ein enger Verbündeter der USA ist und zum anderen, weil die Beziehungen zwischen China und Japan traditionell schlecht sind."

El País - Spanien | 25.02.2009

Ian Bremmer über die neue nicht-polare Welt

Der Präsident der Eurasia Group, Ian Bremmer, kritisiert in der Tageszeitung El País die weit verbreitete Idee einer neuen multi-polaren Welt, in der die USA einen Teil der internationalen Macht an aufstrebende Staaten wie China, Indien oder Russland abgeben würde: "Alle diese [Stimmen] irren sich. Die US-amerikanische Macht befindet sich [zwar] deutlich im Niedergang, aber eine multi-polare Ordnung impliziert, dass mehrere Mächte verschiedene Meinungen darüber hätten, wie man mit der Welt umgehen sollte, und dass sie außerdem bereit wären, ihre Stärke dafür einzusetzen, diese jeweiligen Pläne auch umzusetzen. Dies ist nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, wir sind Zeugen der Geburt einer nicht-polaren Welt, in der die wichtigsten Konkurrenten der USA zu sehr mit Problemen in ihren eigenen Ländern und mit ihren direkten Nachbarn beschäftigt sind, als dass sie sich untereinander die schwersten internationalen Aufgaben streitig machen würden. ... In den kommenden Jahren wird es immer wahrscheinlicher, dass diejenigen, die die USA in einer Krise um Hilfe bitten, das Wort Nein zu hören bekommen. Und es ist nicht klar, ob irgendjemand anderes in der Lage sein wird, gerne Ja zu sagen."

El País - Spanien | 03.05.2007

Der schottische Flirt mit dem Separatismus

Ian Bremmer, Vorsitzender der Eurasia Group, einer amerikanischen Agentur zur Risikoprävention, warnt vor einem Sieg der SNP bei den schottischen Parlamentswahlen: "Ein von den Nationalisten beherrschtes schottisches Parlament könnte Auswirkungen über Großbritannien hinaus haben. Ein Sieg der SNP und die mögliche Abspaltung von Großbritannien würde eventuell die katalanischen und baskischen Separatisten in Spanien, die Flamen in Belgien oder die Norditaliener, die sich vom ärmeren Süden des Landes trennen wollen, beflügeln. All das sind Bewegungen, die sich im Laufe vieler Jahre und je nach den historischen Umständen entwickeln. Ein Schritt Schottlands in Richtung Unabhängigkeit könnte den Separatismus in jedem dieser Länder anheizen. Auch wenn die schottischen Parlamentswahlen wohl kaum einen Dominoeffekt haben werden, so sind es die kleinen Erschütterungen, die große politische Bewegungen wie die Demokratisierung, die Entkolonialisierung, den Sozialismus, den Kapitalismus oder den Nationalismus auslösen."

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