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Beise, Marc


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 09.12.2013

Endlich einigen sich mal wirklich alle

Das auf Bali vereinbarte neue Welthandelsabkommen ist ein Durchbruch für die Menschheit, jubelt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Nur schlechte Nachrichten finden in die Zeitung? Hier ist eine gute, eine richtig gute! Der neue Abschluss ... wird die Bürokratie im Zollverkehr senken; das klingt technisch und kann doch eine Dynamik freisetzen, die Experten (ob man dies nun glaubt oder nicht) auf bis zu eine Billion Dollar beziffern. Ferner wird Entwicklungsländern der Zugang zu wichtigen Märkten erleichtert. Und es werden die Subventionen der Staaten im Bereich der Landwirtschaft abgebaut. ... Hier verhandeln alle mit allen, jeder Staat, ob groß oder klein, zählt gleich, und es kommt am Ende auf jede einzelne Stimme an. Und siehe da, es gelingt tatsächlich, selbst in diesem fragilen System zu relevanten Entscheidungen zu kommen. Wie armselig kommt dagegen der ewige Debattierclub Uno daher, oder die gescheiterte Klimaschutzkonferenz."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 07.09.2012

Vertragsbruch als Fundament der Euro-Zone

Eine Euro-Gemeinschaft, die auf immer neuem Vertragsbruch beruht, steht auf einem labilen Fundament, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung mit Blick auf die EZB-Entscheidung: "Eine Euro-Rettung um jeden Preis kann wirtschaftlich ein Desaster sein; das ist die eine rote Linie, die nicht überschritten werden darf. Die andere Grenze ist das Recht: Niemals in einer Rechtsgemeinschaft darf der Zweck alle Mittel heiligen. ... Die Geschichte der vergangenen drei Euro-Rettungsjahre ist eine Geschichte der Vertragsbrüche - nun soll es so weitergehen? Erst recht nicht ist akzeptabel, dass die EZB sich zur heimlichen, oder genauer: zur unheimlichen Herrscherin in Europa aufschwingt. Es kann und darf nicht sein, dass eine demokratisch nicht legitimierte Institution die Lebensverhältnisse in Europa bestimmt. Dass es in letzter Konsequenz egal sein wird, was das höchste deutsche Gericht in der kommenden Woche urteilt, und was der Bundestag beschließt: Wenn der EZB Urteile und Gesetzgebung nicht passen, dann druckt sie einfach Geld. Eine unerträgliche Vorstellung."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 25.05.2010

BP verdient mit Ölkatastrophe seinen Untergang

Die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko hat sich nicht 'ereignet', sie ist von Menschenhand gemacht, empört sich die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Die Energiekonzerne, die Jahr für Jahr viele Milliarden Gewinn erzielen, also Überschuss nach Abzug aller Kosten, hätten das Geld, so viel Sicherheit wie irgend möglich zu organisieren. Wenn sie es nicht tun, ist dies ein Verbrechen. ... Wenn das Bohrloch abgedichtet sein wird, steht nicht nur der Vorstandschef zur Disposition, sondern das ganze Unternehmen. BP hat versprochen, für alle Schäden aufzukommen. ... Bei all den Krisen gerät leicht in Vergessenheit, dass die Marktwirtschaft immer noch eine vergleichsweise gut funktionierende Veranstaltung ist. Es gibt, soweit erkennbar, keine bessere Alternative. Wer das freiheitliche System aber zu Lasten der Allgemeinheit missbraucht, muss hart bestraft werden. Wer es mit so gravierenden Folgen missbraucht wie BP und die anderen beteiligten Firmen, hat keinen Anspruch mehr darauf, in diesem System mitmachen zu dürfen."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 05.10.2006

Krise der deutschen Wirtschaft und Politik

Um den deutschen Einfluss bei dem in die Krise geratenenen Flugzeugbauer Airbus und dem Mutterkonzern EADS zu sichern, will sich die Bundesregierung möglicherweise bei Airbus beteiligen. "Wenn man ganz sicher das Chaos noch vergrößern möchte, dann wäre dies genau der richtige Schritt", kommentiert Marc Beise. "Ein Land, das nach schwierigen Jahren wieder Tritt gefasst zu haben schien, das 2006 deutlich über zwei Prozent Wachstum melden wird, leistet sich eine Negativschlagzeile nach der anderen - ob man nun den Politik- oder den Wirtschaftsteil der Zeitungen aufschlägt... Es ist kein Beispiel bekannt, wo sich staatlicher Einfluss für ein Unternehmen - zumal eines in der Krise - längerfristig als segensreich erwiesen hätte. Auch die bisherigen Probleme beim Airbus sind im Ursprung politikbedingt. Natürlich kann die Bundesregierung nichts für falsch berechnete Kabelstränge und andere technische Kalamitäten. Wohl aber kann sie etwas für die chaotischen Führungs- und die komplizierten sonstigen Strukturen des Unternehmens."

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