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Azoury, Philippe


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Libération - Frankreich | 31.10.2007

Das Berliner Porn Filmfestival

Philippe Azoury fragt, wozu das Porn Filmfestival gut sein kann, das zum zweiten Mal vom 20. bis zum 24. Oktober in Berlin stattgefunden hat. "Gibt es nicht schon das ganze Jahr über fette "Empfänge" der Pornoindustrie mit Filmsternchen, Preisverleihungen und Außendrehs? Kurz, das Berliner Porn Filmfestival ist das Gegengift dieser Veranstaltungen, ein Angriff des Untergroundfilms auf die Pornoindustrie... Resonanz kam von allen Seiten: von Feministinnen, Kunsthochschülern, experimentellen Kinomachern, Independent-Labels. Als ob sich plötzlich niemand mehr mit normalem Porno abgeben würde. Man braucht sich nur die Titel der Konferenzen in den Sälen anzusehen, in denen auch die zwei Filme pro Tag liefen: 'Webkultur und Sexpolitik', ...'Ist Kreativität im Mainstream-Porno möglich?', 'Das Aufzeigen von politischen und sozialen Tabus im Porno: Der Nahe und Mittlere Osten als Fallstudie'."

Libération - Frankreich | 28.05.2007

Erfolg des rumänischen Kinos in Cannes

"Mit der höchsten Auszeichnung für Cristian Mungiu hat die Jury des Filmfestivals in Cannes nicht nur einwandfreien Geschmack und einen Hauch Wagemut bewiesen, sondern auch ein Geheimnis gelüftet, das bisher nur Cineasten kannten: In einigen Jahren wird Rumänien, das aus einem politischen Raum kommt, in dem das Kino durch den Staat reglementiert wurde, der neue Zufluchtsort des Kinos sein", ist Philippe Azoury überzeugt. "Zum einen, weil sich Produktionsfirmen aus aller Welt, voran Hollywood und Frankreich, dort um die Studios streiten, die heute zu den billigsten gehören. Zum anderen, weil aus den Bukarester Filmhochschulen seit einem halben Jahrzehnt eine neue Gruppe sehr junger Kinomacher hervorgegangen ist, die alle den Wunsch haben, die schmerzhaften Übergänge zu bezeugen, die die rumänische Bevölkerung nach Ceaucescu erlebte."

Libération - Frankreich | 20.02.2006

Die Politik der Berliner Filmfestspiele

Philippe Azoury verbirgt nicht seine Enttäuschung nach der Verkündung der Preisträger der 56. Berlinale. "Dieser Preis kennzeichnet eine eher politische als filmliebhaberische Ausgabe der Festspiele, und riecht förmlich nach einem Kompromiss angesichts einer Wettbewerbsauswahl, aus der kein Film so recht herausstechen mochte... Diese etwas verklemmten Auszeichnungen verschleiern nur zum Teil, wie es in der Welt um den Film steht: Das Kino ist zersplitterter denn je und in keiner besonders guten Verfassung... Die einzigen Beiträge, die die Festspiele wachrütteln konnten, bezogen sich auf aktuelle Diskussionen, scherten sich einen Dreck um ihre Form, und waren ungeschliffen gefilmt. In einer Welt, in der Nachrichten kein seltenes Gut sind, will der Film, der seinerseits langsam arbeitet und von einer schwerfälligen Maschinerie abhängt, nicht länger an den Rand des immer schnelleren Bilderstroms gedrängt werden. Symptomatisch für diese Entwicklung ist der Dokumentarfilm, einst armer Verwandter, der nun die Filmemacher um den Schlaf bringt."

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