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Albath, Maike


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 01.02.2008

Maike Albath über die Müllberge von Neapel

Maike Albath fragt nach einem Besuch in Neapel, warum dort noch immer Müllberge brennen - und findet in den Romanen des neapolitanischen Schriftstellers Domenico Starnone eine Antwort: "Domenico Starnone, Romancier, Journalist und Drehbuchautor, 1943 in Neapel geboren, am Vomero aufgewachsen, aber seit Jahrzehnten in Rom zu Hause, hat in seinen Büchern beschrieben, wie ursprüngliche Vitalität in Gewalt umschlägt. Die tiefe Spaltung der Stadt hat einen historischen Kern, der einzigartig ist: 1799 metzelte das Volk die aufgeklärten Bürger nieder und sorgte damit für den Erhalt der feudalen Herrschaftsstrukturen. 'Neapel ist gleichzeitig archaisch und hochmodern.' Obwohl die Stadt im 18. Jahrhundert eine führende europäische Metropole war, habe sie nie ein tragfähiges Bürgertum hervorgebracht. Ein Bürgertum, das die Verwaltung der Stadt und das öffentliche Leben geprägt hätte, das Geld investiert hätte."

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 18.12.2006

Neapels Camorra

Im Frühjahr hat Roberto Savianos Mafia-Buch "Gomorra" viel Aufsehen erregt. Maike Albath hat sich in Neapel von Francesco Durante, dem Chefredakteur des Corriere del Mezzogiorno, erklären lassen, was die Camorra von der sizilianischen Cosa Nostra unterscheidet: "Wie tritt so ein Camorrista eigentlich auf? 'Er ist das Gegenteil von einem Mafioso. Mafiosi leben oft ganz einfach und bescheiden, ein Camorrista trumpft immer auf und verprasst seinen Reichtum: dicke Autos, Motorräder, große Villen. Außerdem schmieden hier die Bosse alle drei Tage neue Allianzen. Die Mafia ist dagegen streng hierarchisch aufgebaut.' Selten werden die Camorristi älter als vierzig Jahre... Die Morddrohungen, wegen deren Roberto Saviano seit zwei Monaten untergetaucht ist, hält der joviale Blattmacher für untypisch: Eigentlich töte die Camorra eher, bevor jemand etwas schreibe."

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