Navigation

 
Wichtiger Hinweis:
Sie befinden sich im Archiv von euro|topics. Aktuelle Beiträge aus der europäischen Presseschau finden Sie unter www.eurotopics.net.

Home / Autorenindex


Adonis,


RSS Die Texte von "Adonis," als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 05.09.2013

Für den Dichter Adonis wäre ein Militärschlag gegen Syrien heller Wahnsinn

Der syrische Dichter Adonis, der seit knapp 30 Jahren im Exil in Paris lebt, verurteilt in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica aufs Schärfste einen möglichen Militärschlag gegen Syrien: "Die Intervention der USA entspringt der Illusion, einen 'Blitzkrieg' mit 'begrenzten, chirurgischen, gezielten' Angriffen durchführen zu können. In Wahrheit läuft sie Gefahr, aus der Hand zu gleiten und den Konflikt noch weiter zu schüren. … Sie könnte unfreiwillig in einen Völkermord ausufern. … Es ist unerlässlich, die religiöse Dimension des Konflikts zu bedenken. Die USA wissen um die Bedeutung der Religionskriege heutzutage, und es ist offenkundig, dass sie dem Konflikt nicht als unparteiische Schiedsrichter sondern als aktive Teilnehmer beitreten. … In Wahrheit verletzt Amerika mit dem Einsatz die Menschenrechte im Namen ihrer Verteidigung. Es geht nicht darum, das syrische Regime zu verteidigen, das (wie ich nicht müde werde zu wiederholen) sich wandeln muss. Aber es geht darum, das Syrien der Entstehung des Alphabets, der antiken Geschichte, des syrischen Volkes und der Grundprinzipien der Demokratie zu verteidigen."

La Repubblica - Italien | 06.07.2011

Der syrische Dichter Adonis fordert Einsicht von Präsident Assad

In Hama, der von syrischen Regierungs-Einheiten abgeriegelten Hochburg der Aufständischen, sollen nach Angaben von Menschenrechts-Aktivisten in der Nacht zu Dienstag elf Personen erschossen worden sein. Der syrische Dichter Adonis appelliert in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica an Präsident Baschar al-Assad, auf sein Volk zu hören: "Demokratie setzt die vollkommene Trennung voraus zwischen Religion auf der einen Seite, und Politik, sozialen Fragen und Kultur auf der anderen. Genau das aber hat die Arabische Sozialistische Baath-Partei versäumt. Sie verfolgte als alleiniges Ziel den Machterhalt. Eine reaktionäre Macht, für deren Sturz es keiner Revolution bedarf, denn sie trägt den Keim des Scheiterns in sich. ...  Syrien hat heute mehr denn je ein neues politisches Alphabet nötig. Eines, das auf der Ablehnung der Einheit zwischen Staat und Partei fußt. ... Nur Tyrannen verfolgen diese Identifikation. Herr Präsident, Sie sind heute dazu aufgerufen, die Gleichschaltung von Syrien mit der Arabischen Sozialistischen Baath-Partei endgültig zu beenden. ... Die Ereignisse zeigen, dass sie auf der ganzen Linie gescheitert ist. Arroganz ist sinnlos. Gewalt wird nur das Gegenteil bewirken. Gefängnisse können Individuen einsperren, nicht aber ein ganzes Volk."

Le Nouvel Observateur - Frankreich | 09.03.2006

Adonis über die muslimische Welt

Der arabische Dichter Adonis hat mit seiner Tochter Ninar Esber einen Dialog über die unglückliche Lage der muslimischen Welt geführt, den die Zeitung in Auszügen druckt. "Alle großen arabischen Geister des Islam, von Abou Nawas bis zu Al Maari, alle großen Dichter und Philosophen waren gegen die Religion. Kein einziger Gedanke kommt unmittelbar aus der Religion, so wie ein Duft aus einer Blume kommen kann. Die Denker und Dichter schaffen sich andere Blumen, um ihnen andere Düfte zu entlocken... Es gab immer Strömungen, die Laizität forderten und Fortschritt wollten. Auch heute fordern verschiedene Intellektuelle so etwas in vielen arabischen Ländern, doch sie haben den Kampf verloren. Sie sind gescheitert, ganz einfach. Ihre Ideen sind gescheitert."

» Autorenindex


Weitere Inhalte