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Abrahamsson, Maria


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Svenska Dagbladet - Schweden | 12.11.2008

Billiger Alkohol fürs Fernsehen

Das öffentlich-rechtliche SVT-Fernsehen in Schweden wurde zu einer Strafe von rund 15.000 Euro verurteilt. SVT hatte einige seiner Angestellten auf Dienstreise nach Deutschland geschickt, um dort billigen Alkohol für ein Firmenfest zu kaufen. Viele Schweden hielten es schließlich auch so, meinte SVT und rechtfertigte die Reise mit Sparzwängen. Für die Tageszeitung Svenska Dagbladet zählt das jedoch nicht : "SVT ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Deshalb muss man sich noch lange nicht profilieren, indem man es dem gemeinen Schweden gleichtut und die hoch besteuerten Waren des [Alkoholmonopolisten] Systembolaget meidet und das billigere Alkoholangebot im Ausland wahrnimmt. Tatsache ist, damit SVT überhaupt existieren und sich und seine Programme entwickeln kann, ist es darauf angewiesen, dass Steuereinnahmen im Lande bleiben. Wir brauchen auch gar nicht erst über die Glaubwürdigkeit von SVT zu sprechen, wenn es darum geht, die Alkoholpolitik zu untersuchen, wenn das Unternehmen nicht so lebt wie es die anderen lehrt."

Svenska Dagbladet - Schweden | 25.01.2007

Lauschangriff in Schweden

Der konservative schwedische Verteidigungsminister Odenberg hat einen überarbeiteten Entwurf für ein neues Abhör-Gesetz präsentiert, nach dem die Abhöreinheit des Verteidigungsministeriums FRA als Maßnahme im Kampf gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität Telefongespräche und E-Mails kontrollieren darf. Maria Abrahamsson findet das sehr gefährlich. "In Odenbergs Vorschlag ist es um den Schutz der Privatsphäre so schlecht bestellt wie im EU-Beschluss zur Speicherung von Telefondaten. Dieser Beschluss soll schon in diesem Jahr schwedisches Gesetz werden. Das bedeutet, dass alle Telefongespräche, SMS, E-Mails und Logins mindestens ein Jahr für einen eventuellen polizeilichen Bedarf gespeichert werden. Ausnahmen für Redaktionen sind nicht vorgesehen. Doch wie viel Protest haben wir vom Journalisten-Verband gehört? Es ist beklemmend, dass diese Berufsgruppe nicht verstanden hat, was FRA-Fahndung und die obligatorische Speicherung von Telefondaten bedeuten."

Svenska Dagbladet - Schweden | 04.01.2007

Frauenquote an schwedischen Theatern

Die frühere sozialdemokratische Regierung in Schweden wollte den Anteil weiblicher Arbeitnehmer in Wirtschaft und Kultur erhöhen. Erst im Frühjahr hatte der Kulturausschuss festgelegt, dass mindestens 40 Prozent der Arbeitsplätze im Theaterbereich mit Frauen zu besetzen seien. Dies lehnt die neue Kulturministerin Lena Adelsohn allerdings ab. Zu Recht, findet auch Maria Abrahamsson. "Die Königliche Musikalische Akademie weist säuerlich darauf hin, dass die Forderung nach 40 Prozent weiblichen Autoren, seien sie tot oder noch am Leben, nicht zu erfüllen sei. Der Arbeitnehmerverband 'Schwedische Bühnenkunst' erinnert daran, dass die künstlerische Freiheit am besten ohne staatlichen Einfluss gedeiht. Niemand leugnet, dass es geschlechtsbedingte Diskriminierungen gibt, aber diese Frage ist in einem Milieu, in dem Körper und gierige Blicke zum Handwerkszeug gehören, schwer zu beurteilen. Natürlich müssen Frauen und Männer die gleichen Chancen haben... Doch die Tatsache, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte und Pflichten haben, müsste eigentlich reichen - auch im Theaterbereich."

Svenska Dagbladet - Schweden | 31.10.2006

Waffenamnestie in Schweden

In Schweden wird derzeit eine Waffenamnestie diskutiert, die sich nicht zuletzt an die Rockergruppe 'Hells Angels' richtet. Bei einer ähnlichen Aktion im Jahr 1993 wurden 17.000 illegale Schusswaffen sowie 15 Tonnen Munition abgegeben, den Besitzern im Gegenzug dafür Straffreiheit gewährt. Die schwedische Opposition zeigt sich skeptisch. Kolumnistin Maria Abrahamsson hingegen begrüßt die Initiative der neuen Justizministerin Beatrice Ask: "Jede eingesammelte illegale Waffe erhöht die Sicherheit in der Gesellschaft - auch wenn es wie beim letzten Mal vor allem gewöhnliche, gesetzestreue Bürger sind, die sich ihrer alten, oftmals geerbten, jedoch funktionsfähigen Waffen entledigen. Auch könnte man die Strafen für den illegalen Waffenbesitz gleichzeitig erhöhen - von vier Jahren Gefängnis auf sechs. Glaubt nur nicht, dass ein guter Vorschlag den anderen ausschließt."

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