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Zydra, Markus


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 05.09.2012

Zentralbank-Joker hilft nur kurzfristig

Die EZB kann dauerhaft nichts gegen die Finanzkrise ausrichten, das hat die Vergangenheit gezeigt, bemerkt die linksliberale Süddeutsche Zeitung und argumentiert gegen die Finanzierung von Staatsanleihen durch die Zentralbank: "Ja, die EZB kann auf Knopfdruck so viel Geld in Umlauf bringen, wie sie mag. Aber nein, bislang hat selbst dieses besondere Privileg, Geld zu drucken, kaum etwas genützt. Nun also der nächste Versuch. ... Das frische Geld aus der Notenpresse birgt Risiken. Da ist natürlich die Inflationsgefahr, die vielen Milliarden treiben die Preise nach oben. Da ist die Verlustgefahr: Wenn etwa Italien die Euro-Zone verlässt, sitzt die EZB auf ausfallgefährdeten Staatsanleihen. Dafür haftet der [deutsche] Steuerzahler mit 27 Prozent. Hat der Bundestag darüber abgestimmt? Nein. ... Wenn Politiker die Euro-Zone retten möchten, sollen sie es selbst tun, nach Rücksprache mit der Bevölkerung. Es gibt da viele Möglichkeiten, von der Einführung der Euro-Bonds bis hin zum Schuldentilgungspakt. Der EZB-Joker ist reizvoll, doch wird leicht vergessen, dass er auf lange Sicht nicht sticht."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 06.10.2011

Zocker dürfen nicht mit Derivaten handeln

Die EU-Finanzminister haben sich bei ihrem Treffen am Dienstag in Luxemburg auf neue Regeln verständigt, die den ungezügelten Handel mit sogenannten Derivaten und Kreditausfallversicherungen einschränken sollen. Das ist auch dringend nötig, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Der globale Derivate-Markt ist 570 Billionen Dollar schwer. ... Sein Wachstum ist rasant. Denn im Jahr 2000 betrug das Volumen noch 95 Billionen Dollar. ... Egal, ob Zinsen, Devisen, Aktien, Rohstoffe, Kredite - Derivate haben sich wie Mehltau über normale Wertpapiere gelegt. Futures und Optionen bestimmen heutzutage die Preise für Öl, Brot und Kupfer. ... Allerdings gehen die Pläne nicht weit genug - die Politik sollte auch die Zulassung beschränken. Eine Airline muss sich beispielsweise mit Derivaten gegen steigende Kerosinpreise absichern können. Das ist legitim und sinnvoll. Aber zockende Großbanken, die niemals physisch Rohöl einlagern und auch niemals Rohöl wirklich liefern werden, sollten vom Derivatehandel ausgeschlossen werden. Sie wollen schnelles Geld verdienen und erzeugen so ständige Unruhe - doch die Bürger haben ein Interesse an stabilen Marktpreisen."

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