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Zrno, Matyáš


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Lidové noviny - Tschechien | 15.01.2013

Frankreich darf eingreifen, die USA nicht

Frankreich hat für seinen Militäreinsatz in Mali jetzt auch die Rückendeckung des UN-Sicherheitsrats. Die konservative Tageszeitung Lidové noviny findet es bemerkenswert, dass sich weltweit niemand an dem Eingriff stört, während die USA für derlei Vorgehen stets Proteste ernten: "Seit 1960 haben die Franzosen mehr als fünfzig Mal in Afrika interveniert. Sie kämpften im Tschad, im nicht erklärten Krieg mit Libyen, schützen die Regime in Dschibuti und in der Zentralafrikanischen Republik vor Rebellen, verhinderten einen Umsturz auf den Komoren, kämpften in der Elfenbeinküste. Ob es um den Schutz wirtschaftlicher Interessen ging, den Schutz eigener Bürger oder um die Machtdemonstration einer Großmacht - die Mieter des Elysée-Palasts, linke wie rechte, offenbarten häufig einen Hang zu unilateralen Aktionen. ... Doch niemand hat je dagegen protestiert. ... Würden die USA mit dieser Vehemenz intervenieren, gäbe es in Europa nicht enden wollende Proteste. Und die US-Botschaften würden von erbosten Diplomaten aufgesucht - vor allem von französischen."

Lidové noviny - Tschechien | 01.12.2009

Tschechien lädt Wilders aus

Der wegen seiner Islamkritik umstrittene niederländische Politiker Geert Wilders war für einen Vortrag in den Prager Senat eingeladen worden, darf nun aber doch nicht in der zweiten Parlamentskammer Tschechiens sprechen. Die konservative Tageszeitung Lidové Noviny findet das intolerant: "Tschechien galt bisher als ein Land, in dem die political correctness das freie Wort nicht begrenzt hat. Durch die Absage des Senats an Wilders endet diese Ära jetzt symbolisch. ... Ja, Wilders Auffassungen sind kontrovers, außerhalb des Mainstreams. Wilders traut sich zu sagen, 'der Kaiser ist nackt'. ... Ja, Wilders bewegt sich mit einigen seiner Äußerungen an der Grenze zum Populismus. Er bietet einige sehr einfache Lösungen an. Aber er ist kein Ultrarechter. Ebenso wie [Islamkritiker] Pim Fortuyn, Theo van Gogh oder Ayan Hirsi ist er ein Produkt der holländischen Frustration darüber, wie sich der gesellschaftliche Konsens, der auf Freiheit und Toleranz gegründet ist, verbiegt."

Lidové noviny - Tschechien | 23.07.2008

Karadžić ist erst der Anfang

Die Festnahme des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Radovan Karadžić war laut der konservativen Tageszeitung Lidové noviny nur die erste Hürde auf Serbiens Weg in die EU. Das größere Problem ist die Anerkennung des Kosovo: "Die Frage ist, was die Serben alles [für den EU-Beitritt] zu opfern bereit sind. ... Die Befürchtungen vor Unruhen nach der Verhaftung von Karadžić waren haltlos. Nicht mehr als ein paar Hundert Leute kamen in Belgrad zusammen. Die größere Hürde - Kosovo - bleibt. Wie will man der EU beitreten, wenn man einen Staat nicht anerkennt, den die Mehrheit der EU-Staaten anerkannt hat? Das geht schwerlich. Und die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo wird für viele Serben sehr viel härter werden als die Festnahme von Karadžić. ... Aus der EU kommen nicht nur beifällige Worte, sondern auch die Aufforderung, die jetzt begonnene Arbeit zu einem guten Ende zu führen."

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